Ernst-Dziedzic/Grüne zum Weltfriedenstag: Das Recht des Stärkeren darf sich nicht gegen das Völkerrecht durchsetzen | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Ernst-Dziedzic/Grüne zum Weltfriedenstag: Das Recht des Stärkeren darf sich nicht gegen das Völkerrecht durchsetzen

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„Jahrtausendelang war Europa ein Kontinent der Kriege und Konflikte. Erst nach der unsagbaren Katastrophe des Zweiten Weltkriegs haben die militärisch miteinander ringenden Staaten ihrem Eroberungsdrang abgeschworen und stattdessen auf Kooperation gesetzt. Wirtschaftliche Verflechtung und damit gegenseitige ökonomische Abhängigkeit wurden zum Kernprinzip einer neuen europäischen Friedensordnung. Sie hat uns in den vergangenen Jahrzehnten wachsenden Wohlstand und politische Stabilität gebracht. Mit seinem völkerrechtswidrigen Überfall auf die Ukraine hat der russische Präsident Putin diese Friedensordnung jedoch mit einem Schlag zertrümmert“, sagt die Sprecherin der Grünen für Außenpolitik und Menschenrechte, Ewa Ernst-Dziedzic, anlässlich des heutigen Weltfriedenstags.

Europa müsse nun zusammenstehen und dem Aggressor entschlossen Einhalt gebieten. Andernfalls müsse man fürchten, dass sich ein vom gegenwärtigen Regime geführtes Russland in absehbarer Zeit auf die nächsten Staaten wie zum Beispiel die Republik Moldau stürzen werde, so die Abgeordnete. „Sollte sich in Europa das Recht des Stärkeren gegen das Völkerrecht durchsetzen, wird es keinen nachhaltigen Frieden mehr in unseren Breiten geben. Soweit dürfen wir es nicht kommen lassen. Wir müssen daher solidarisch auf der Seite der Opfer stehen und gleichzeitig jene internationalen Organisationen stärken, die imstande sind, auf friedliche Weise die unterschiedlichen Interessen von Nationalstaaten auszugleichen“, betont Ernst-Dziedzic.

Ernst-Dziedzic wird morgen, Donnerstag, 22.9. um 10 Uhr (Am Gestade 7) an einer Pressekonferenz des Polnischen Instituts in Kooperation mit der Ukrainischen und Polnischen Botschaft teilnehmen. Das Polnische Institut schreibt einen Kunstwettbewerb für Kinder aus, der sich auf die Ausstellung „Mom, I don’t want war!“ bezieht. Die Ausstellung zeigt eine Gegenüberstellung von historischen Zeichnungen polnischer Kinder aus dem Jahr 1946, in denen ihre Erlebnisse während des Zweiten Weltkriegs 1939-1945 gezeichnet sind, und zeitgenössischen Zeichnungen ukrainischer Kinder aus dem Jahr 2022, die während des anhaltenden Krieges in der Ukraine entstanden sind.

„Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Konflikten. Diese Arbeiten werden zeigen, wie sehr vor allem Kinder Frieden brauchen“, sagt Ernst-Dziedzic und kündigt an: „Die Finnisage mit den prämierten Werken soll im Oktober im Parlament gezeigt werden.“

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