Oö. Volksblatt: "SPÖ-Spiele" (von Herbert SCHICHO) | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Oö. Volksblatt: „SPÖ-Spiele“ (von Herbert SCHICHO)

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S wie Streiten, P wie Protestieren und O wie Orientierungslos – die Sozialdemokratie in Österreich ist in der Krise. Oder wie es Doskozil ausdrückte, der sich wegen der anstehenden Wahlen aber eh gar nicht äußern will: Die Situation der Partei ist „verbesserungswürdig“. Für die neue Personaldebatte sorgte gestern der wahlkämpfende Kaiser, in dem er laut über eine Doppelspitze phantasierte und dann präzisierte, dass er es eh nicht so meinte, sondern gerne ein rotes Schattenkabinett machen würde. Vielleicht ist das Problem, dass in Kärnten Wahlkampf und Fasching zusammenfallen und Kaiser Faschingssitzung und Wahlkampfauftritt verwechselte. Lei-Lei.
Eigentlich wird die SPÖ-Linie derzeit sowieso von einem Triumvirat bestimmt. Wobei das rote LH-Trio vielleicht am selben Strang, aber nicht in die selbe Richtung zieht. Man kann gespannt sein, wie lange das Altherrenkomitee mit dem Wiener Ludwig, dem Burgenländer Doskozil und dem Kärntner Kaiser sich noch an den „Nichtangriffspakt“ hält und ab wann scharf geschossen wird. Hinter den Kulissen wird auf jeden Fall schon eifrig an Sesseln gesägt. Dass ausgerechnet jetzt die Luxuspension von Ex-ORF-General Wrabetz publik wird und damit dessen Chancen auf den SPÖ-Parteivorsitz minimiert werden, ist wohl kein Zufall.

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