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Buchtipp „Mülleimer Strand“

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Unsere Meere werden immer mehr zu Müllhalden. Anstatt Muscheln und Schnecken findet man heute immer häufiger Plastik, Metall, Zigarettenstummel, ausgediente Reifen und andere Materialen als deplatziertes Strandgut. Die katastrophalen Auswirkungen dieser Verschmutzung erstrecken sich über verendende Meerestiere bis hin zu ökonomischen Schäden für den Tourismus. Die internationale Meeresschutzorganisation OceanCare empfiehlt das nun auch auf Deutsch erschienene Buch "Mülleimer Strand" des renommierten Meeresbiologen, Michael Stachowitsch, als lehrreiche und unterhaltsame Weihnachtslektüre. Und der nächste Strandurlaub kommt bestimmt!

Michael Stachowitsch, Meeresbiologe an der Universität Wien und seit zwei Jahrzehnten Vertreter Österreichs am Wissenschaftsausschuss der Internationalen Walfangkommission (IWC), hat mit "Mülleimer Strand" eine eindringliche Visualisierung der Meeresverschmutzung geschaffen. Während der letzten Jahrzehnte hat der Autor diese Strandverunreinigungen dokumentiert, fotografiert und analysiert. Dabei entwickelte er einen Leitfaden, wie man selbst zum Strandmüllexperten oder „Strand-Detektiv“ wird. Mehr als 600 beeindruckende Farbfotos dokumentieren verschiedene Arten von Strandabfällen, von Plastik über Glas bis hin zu Metall. Doch dieses Buch geht weit über eine bloße Bestandsaufnahme hinaus.

Der Autor bietet nicht nur detaillierte Informationen zu Herkunft und Zersetzungsstadien der Gegenstände, sondern sensibilisiert auch für die Bedrohungen, die sie für die Umwelt (und uns als «Barfuß-Strandbesucher») darstellen. "Mülleimer Strand" verbindet ernsthafte Erkenntnisse mit einer Prise Humor, die den Leser dazu inspiriert, selbst aktiv zu werden. Das Buch ist nicht nur ein Aufruf, die atemberaubende Schönheit der Strände zu bewundern, sondern auch ein Weckruf zum Handeln.

"Der Schutz unserer Ozeane erfordert kollektive Anstrengungen. 'Mülleimer Strand' ist mehr als nur ein Buch, es ist eine Einladung an jeden Einzelnen, gegen die Meeresverschmutzung aktiv zu werden. Als aufmerksame Strand-Detektive können wir gemeinsam einen positiven Einfluss auf unsere Umwelt nehmen", sagt Fabienne McLellan, Geschäftsführerin der internationalen Meeresschutzorganisation OceanCare über ‘Mülleimer Strand’ und fügt hinzu: „Eigentlich sollte das Buch Pflichtlektüre für alle Teilnehmenden an den Verhandlungen über ein globales Plastikabkommen im Rahmen der Vereinten Nationen sein und sie dazu motivieren, das Problem an der Quelle anzugehen“.

OceanCare setzt sich weltweit gegen die fortwährende Vermüllung der Meere ein und äussert sich mit Gedanken zur dieser brisanten Umweltthematik im Vorwort des Buches.

Über den Autor: Dr. Michael Stachowitsch

Nach einem B.Sc.-Titel an der Universität Pittsburgh (USA) machte Michael Stachowitsch sein Doktorat und seine Habilitation an der Universität Wien. Hier schaffte er es, in einem Binnenland als Meeresbiologe Karriere zu machen. Er forscht insbesondere in der Adria und im Roten Meer und hält auch zahlreiche Lehrveranstaltungen. Er fungierte lang als österreichischer Koordinator eines Projektes zum Schutz von Meeresschildkröten in der Türkei und ist Teil der österreichischen Delegation bei der Internationalen Walfangkommission. Michael Stachowitschs vielseitige Aktivitäten als Wissenschaftler, Autor, Übersetzer und Herausgeber haben ihn an die Küsten aller Weltgegenden geführt. Und während sich die Tier- und Pflanzenwelt von Strand zu Strand unterscheidet, ist der Müll verblüffend einheitlich – und in rauen Mengen vorhanden.

Über OceanCare

OceanCare setzt sich seit 1989 passioniert und wissenschaftlich fundiert für lebendige Ozeane ein. Die Nichtregierungsorganisation mit Sitz in der Schweiz ist UNO-Sonderberaterin und trägt international zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 bei. Meeresverschmutzung und Klimakrise, Artensterben und Bejagung sind zentrale Themen. OceanCare setzt bahnbrechende Reformen in Gang – von funktionierenden Meeresschutzgebieten über ein starkes UNO-Hochseeabkommen und einen globalen Vertrag zur Plastikvermeidung bis hin zur Verhinderung der Öl- und Gasexploration im Meeresgrund.

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