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Internationale Konferenz in Wien rückte Rechte älterer Menschen in den Fokus

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Die Krisen der vergangenen Jahre haben die soziale Teilhabe älterer Menschen oftmals erschwert. Wie ihre Rechte gefördert und soziale Benachteiligungen verhindert werden können, damit beschäftigte sich die zweite internationale Konferenz für Menschenrechte älterer Menschen in Wien. Die Konferenz leistet einen Beitrag zu laufenden Arbeit der Vereinten Nationen. Vertreter:innen aus Politik, den Vereinten Nationen, der Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen diskutierten insbesondere über die Rechte, Herausforderungen und Lösungen für ältere Menschen und das Altern im digitalen Zeitalter. Die Konferenz endete mit einer gemeinsamen Deklaration aller Teilnehmer:innen, die Rechte älterer Menschen im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit verstärkt in den Fokus zu rücken und konkrete Maßnahmen gegen strukturelle Benachteiligungen und Altersdiskriminierung einzuleiten. *** 

Seit Jahren setzt sich Österreich im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit dafür ein, die Rechte älterer Menschen zu schützen und in Anbetracht gesellschaftlicher Veränderungen und Herausforderungen zu fördern. Mit Unterstützung des Außenministeriums hat das Sozialministerium die zweite Internationale Konferenz für Menschenrechte älterer Menschen (ICHROP 2023) ausgerichtet, die gestern und heute im Museumsquartier in Wien stattfand. Die Konferenz leistet einen Beitrag zur laufenden Arbeit der Open Ended Working Group on Aging der Vereinten Nationen.  

Über die Rechte, Herausforderungen und Lösungen für ältere Menschen diskutierten am ersten Konferenztag Vertreter:innen der Vereinten Nationen, der Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen. Lücken im Menschenrechtsschutz älterer Menschen haben demnach insbesondere während der Krisen der vergangenen Jahre weltweit zu Benachteiligungen und Altersdiskriminierung geführt. Hervorgehoben wurde dabei die Bemühungen Österreichs, die soziale Teilhabe älterer Menschen zu stärken. Mit dem Bundesseniorenplan wurde eine langfristige Strategie entwickelt, die in Zeiten großer technologischer Umbrüche und wirtschaftlicher Herausforderungen das erfolgreiche Zusammenleben aller Generationen im Einklang mit nationalen und internationalen Leitlinien sichern soll. 

Am zweiten Konferenztag diskutierte Sozialminister Johannes Rauch mit internationalen Amtskolleg:innen aus Armenien, Brasilien, Slowenien und der Republik Moldau über das Altern im digitalen Zeitalter. Insbesondere der Digitalisierungsschub hat in den vergangenen Jahren die soziale Teilhabe älterer Menschen erschwert und Altersdiskriminierung gefördert. Die digitale Kompetenz älterer Menschen muss mehr gefördert werden, um entstandene Barrieren zu schließen. Vor allem im Gesundheitsbereich muss der Zugang zu digitalen Anwendungen für ältere Menschen einfach gestaltet sein. Sie werden künftig einen wertvollen Beitrag in der Gesundheitsversorgung älterer Menschen leisten. Ein barrierefreier Zugang  muss dabei Voraussetzung sein.  

Die Erkenntnisse der ICHROP 2023 wurden in einer gemeinsamen Deklaration aller Teilnehmer:innen festgehalten. Sie einigten sich insbesondere darauf, die Menschenrechte älterer Menschen im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit verstärkt in den Fokus zu rücken. Aktuellen Herausforderungen und entstandenen Lücken sollen durch konkrete Maßnahmen entgegengewirkt werden. Die Deklaration soll der nächsten Sitzung der Open Ended Working Group on Aging der Vereinten Nationen im Frühjahr 2024 übermittelt werden und in den internationalen Diskurs einfließen. 

“Ältere Menschen haben ein Anrecht auf einen umfassenden Schutz ihrer Rechte und auf soziale Teilhabe. Ihre Bedürfnisse müssen bei politischen Entscheidungen miteinbezogen werden. Nur so können wir ihren umfassenden Schutz auch im täglichen Leben sicherstellen. Auf Ebene der Vereinten Nationen müssen wir die Rechte älterer Menschen verstärkt in den Fokus rücken und fördern. Die Konferenz war ein wichtiger Schritt, um den Fokus auf bestehende Herausforderungen zu lenken”, betont Sozialminister Johannes Rauch. “Dabei müssen wir auch stets den digitalen Fortschritt im Auge behalten. Nur wenn wir die digitale Kompetenz älterer Menschen fördern, können wir eine umfassende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben von morgen sicherstellen.” 

Sozialminister Johannes Rauch nutzte die ICHROP 2023 auch, um sich bilateral mit seinen internationalen Amtskolleg:innen auszutauschen. In den Gesprächen mit Alexandre da Silva, Staatssekretär für die Rechte älterer Menschen in Brasilien, dem slowenischen Minister für solidarische Zukunft in Slowenien, Simon Maljevac, und Alexei Buzu, Minister für Arbeit und Sozialschutz in der Republik Moldau hat Rauch die österreichische Bemühungen gegen Altersdiskriminierung und zur Förderung der sozialen Teilhabe hervorgehoben und einen weiteren Wissensaustausch für die Bemühungen in ihren Ländern zugesagt. Mit der Republik Moldau wurde ein Memorandum of Understanding zur verstärkten Zusammenarbeitet unterzeichnet. 

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