TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" vom 1. November 2023 von Karin Leitner "Gesellschaftliche Verantwortung" | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

TIROLER TAGESZEITUNG „Leitartikel“ vom 1. November 2023 von Karin Leitner „Gesellschaftliche Verantwortung“

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Die Weltenlage ist erschütternd. Gewalt, Gewalt, Gewalt. Auch hierzulande. Gegen Frauen. Der 24. Femizid in diesem Jahr. Immer wieder: Die Täter sind Männer. Partner, Ex-Partner. Nun soll ein Niederösterreicher seine Geliebte erschossen haben. Der Verdächtige, der sich hernach umgebracht hat, war FPÖ-Politiker. Also kein „Ausländer“, auf die die Blauen auch in dem Zusammenhang ständig verweisen. Ein Österreicher hat eine Österreicherin ermordet. Die Freiheitlichen sollten davon lassen, zu versuchen, politisches Kapital aus der Tötung von Frauen zu schlagen. Es geht nicht nur um „die Berücksichtigung eines kulturspezifischen Ansatzes bei der Bekämpfung von Femiziden“, wie die Wiener FPÖ befindet. Es geht um Schutz unabhängig von der Nationalität der Täter. Betroffen sind Frauen aller Milieus, Begüterte wie finanziell Schwache. Das Tun gegen diese könnte möglicherweise verhindert werden, würde nicht ignoriert. Etwa von Nachbarn bei hörbaren Streitereien und Handgreiflichkeiten. Dazu kommt die Scham Misshandelter. Viele wollen sich nicht bei Behörden melden, weil sie fürchten, als „asozial“ qualifiziert zu werden, ob des Geredes im Umfeld – und wegen Angst vor der Reaktion des Mannes. Verletzungen wie blaue Flecken werden mit Tollpatschigkeit erklärt. Und Frauen wird mitunter von Polizisten nicht geglaubt. Sie hätten, wie es auch von Angreifern heißt, provoziert. Sie seien schuld an Eskalation. Das sind sie nicht. Für Attacken gibt es keine Rechtfertigung. Von Regierenden gibt es einmal mehr Betroffenheitsgesten – und den Verweis auf Budgeterhöhung für Gewaltschutz. Geboten ist gesamtgesellschaftliche Verantwortung: Hinschauen. Bestürzung kommt zu spät. 

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1 Kommentar
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