Berger-Krotsch (SPÖ): Volle Solidarität mit den protestierenden Freizeitpädagog:innen! | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Berger-Krotsch (SPÖ): Volle Solidarität mit den protestierenden Freizeitpädagog:innen!

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Wien (OTS/SPW-K) – Die Bildungssprecherin der SPÖ Wien, Nicole Berger-Krotsch, zeigt sich mit den Freizeitpädagog:innen der Bildung im Mittelpunkt (BIM), die heute, am 1. Juni, am Stephansplatz eine öffentliche Betriebsversammlung abhalten voll solidarisch: „Die angekündigte Überführung der Freizeitpädagog:innen in Assistenzpädagog:innen sieht einen Dienstgeberwechsel, ein schlechteres Einstiegsgehalt und eine Verschärfung der Aufnahmebedingungen für die Ausbildung vor. Das kann nicht sein! Ich fordere den verantwortlichen Bildungsminister dringend auf, sich mit den Beteiligten an einen Tisch zu setzen und auf Augenhöhe fair zu verhandeln“.
Berger-Krotsch sorgt sich aus Wiener Sicht insbesondere um den Fortbestand der Ganztagsschule: „Die beitragsfreie Ganztagsschule mit verschränktem Unterricht ist ein sozialdemokratisches Erfolgsmodell, um das uns viele Bundesländer beneiden. Durch die Umstellung auf Assistenzpädagog:innen wäre diese verschränkte Unterrichtsform aber in massiver Gefahr! Wir wollen nicht zurück zur strengen Trennung von Vormittagsunterricht und Nachmittagsbetreuung. Das ist nicht zeitgemäß und pädagogisch wertlos!“

Auch der Fortbestand der Ferienbetreuung in ihrer jetzigen Form sei massiv bedroht, so Berger-Krotsch: „Die bestehende gut ausgebaute Ferienbetreuung in Wien wird im Gesetzesentwurf nicht berücksichtigt. Demnach sollen Assistenzpädagog:innen zwei Wochen in der Sommerschule ihren Dienst verrichten und eine Woche im laufenden Schuljahr. Das ist rechnerisch unmöglich, wenn man die Ferien addiert“, so die Bildungssprecherin, die auf die Weihnachtsferien, Semesterferien, Osterferien und Herbstferien bzw. die schulautonomen Tage verweist. Der geplante Eingriff in das Schulsystem seitens der Bundesregierung würde laut Berger-Krotsch einen massiven Rückschlag für die Chancengerechtigkeit der Kinder bedeuten, weil er in der Praxis das Ende der Wiener Gratis-Ganztagsschulen in heutiger Form wäre. „Damit es gar nicht erst so weit kommt, appelliere ich an den Bildungsminister, das Gesetz noch einmal gründlich zu überarbeiten und mit allen Beteiligten wie den Gewerkschaften als auch den Protestierenden in den Dialog zu treten. Zeit darf hier keine Rolle spielen! Eine Verbesserung der Personalsituation an Schulen und eine bessere Betreuung der Schüler:innen dürfen nicht zulasten fortschrittlicher pädagogischer Konzepte von Arbeitnehmer:innenrechten und Eltern gehen!“ In den Augen der SPÖ-Bildungssprecherin müsse es das Ziel sein, eine Regelung zu finden, die das Wiener Erfolgsmodell und die bildungspolitische Vorreiter:innen-Rolle Wiens würdigt, anstatt Wien in Schwierigkeiten zu bringen. Aus diesem Grund habe die SPÖ Wien die Petition ‚Gemeinsam für Chancengerechtigkeit‘ gestartet: „Wir lassen uns die Wiener Fortschritte in der Bildungsgerechtigkeit nicht nehmen! Bildung ist der Schlüssel zu Chancengerechtigkeit. Dank der Gratis-Ganztagsschule in Wien steht allen Kindern erstklassige Bildung offen“, so die Bildungssprecherin der SPÖ Wien abschließend.

Link zur Petition: https://www.spoe.wien/ganztagsschule-in-gefahr

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