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Positive Jahresbilanz zur Pestizidreduktion

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Eintausendvierhundertsiebenundsiebzig. So viele Obst- und Gemüseproben wurden im vergangenen Jahr von den GLOBAL2000-Expert:innen im Rahmen des gemeinsamen PestizidReduktionsProgramms mit der REWE International AG genommen.

Trotz der strengen Kriterien fällt die Jahresbilanz positiv aus. Von den knapp 1.500 Proben wurden insgesamt nur 149 Proben nach den hauseigenen PRP-Obergenzen für Pestizide beanstandet. Etwa zwei Prozent weniger als noch im Vorjahr. Demnach blieben 9 von 10 Proben komplett ohne Beanstandung.

„Wir sind seit zwei Jahrzehnten der beste Beweis dafür, dass kontinuierliche und ambitionierte Pestizidreduktion keine unerreichbare Utopie ist“, freut sich Claudia Meixner, Leiterin des PestizidReduktionsProgramms (PRP) bei GLOBAL 2000, über die nunmehr 20. Ausgabe des jüngst erschienen Jahresberichts.

Weltweite Stichproben
Das untersuchte Obst und Gemüse kam dabei aus der ganzen Welt. Der Großteil der Proben – 589 um genau zu sein – waren Produkte aus heimischem Anbau, was den größeren Anteil an heimischen Produkten in den Regalen der REWE-Supermärkte widerspiegelt. Mehr als 60 % der untersuchten Proben stammten aus über 50 Ländern in Europa und auch Übersee.

Die prozentual meisten Beanstandungen gab es bei zwei Produktgruppen: Kräutern und Kernobst. Letzteres ist trotzdem Teil einer Trendumkehr: Wurden 2021 noch 30 % des getesteten Kernobstes beanstandet, waren es im vergangenen Jahr bereits zehn Prozent weniger. Das kann auf die intensive Zusammenarbeit des PRP-Teams mit den österreichischen Apfelbetrieben zurückgeführt werden.

Prozentual am häufigsten beanstandet wurde dabei die Wirkstoffgruppe der Dithiocarbamate (DTC), an deren Reduktion im PestizidReduktionsProgramm schon länger gearbeitet wird.

Gemeinsamer Plan
Denn das PestizidReduktionsProgramm hat sich für problematische Wirkstoffe wie Dithiocarbamate eine genaue Timeline auferlegt. DTCs sind auch als sogenannte EDCs (Endokrine Disruptoren) bekannt. Diese hormonell wirksamen Pestizide wirken bereits in geringsten Dosierungen auf Hormonhaushalt von Menschen und Tieren.

Seit 2015 existiert für solche EDCs ein Stufenplan. 2022 wurde dabei die nächste Hürde genommen, auf welcher für 15 priorisierte EDCs entsprechende „Nullrückstände“ einzuhalten sind. Demnach dürfen diese Stoffe nur mehr in einer Dosierung von weniger als 0,01 Milligramm pro Kilogramm nachgewiesen werden.

Dieser ambitionierte Stufenplan, der seit 2016 umgesetzt wird, und die immer strengeren Obergrenzen für hormonell wirksame Pestizide erklären einerseits die im zeitlichen Verlauf immer wieder zunehmende Anzahl an Überschreitungen nach Einführung einer weiteren Stufe und zeigen andererseits, dass sich das PRP nicht auf vergangenen Entwicklungen ausruht, sondern nach ständiger Weiterentwicklung strebt.

Weiterführende Information:

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