SPÖ-Muchitsch ad Regierungsklausur: „Statt besserer Bezahlung sollen Arbeitnehmer*innen länger arbeiten!“ | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

SPÖ-Muchitsch ad Regierungsklausur: „Statt besserer Bezahlung sollen Arbeitnehmer*innen länger arbeiten!“

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SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch ist angesichts der Regierungsklausur und der dort besprochenen Verschlechterungen im Hinblick auf den Arbeitskräftemangel fassungslos: „Statt besserer Bezahlung und besserer Arbeitsbedingungen sollen die Menschen länger arbeiten müssen. Diese Regierung ist völlig Ideenlos und verschlimmert die Situation.“ So sei „wirklich jedem Menschen klar“, dass man den Kampf gegen den Arbeitskräftemangel nur mit besseren, nicht mit schlechteren Arbeitsbedingungen gewinnen kann, führt Muchitsch aus: „Höhere Löhne, bessere Arbeitszeiten, Planbarkeit, Erhöhung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, ein ganztägiges Kinderbetreuungsangebot in ganz Österreich – zahlreiche Schrauben, die nur darauf warten, in die richtige Richtung gedreht zu werden!“ Stattdessen falle der Regierung nichts Besseres ein, als die Situation zu verschlimmern und nach der bereits gescheiterten Arbeitsmarktreform die nächste „Reformgruppe“ zu installieren, die wiederum nur Verschlechterungen für die Arbeitnehmer*innen besprechen soll. ****

Im Besonderen ärgert sich der SPÖ-Sozialsprecher über die Abschaffung der geblockten Altersteilzeit. Nach der Abschaffung der Hacklerregelung sei das der nächste Angriff auf „jene Menschen, die bereits Jahrzehnte geschuftet haben und einfach nicht mehr können“, so Muchitsch. Man verstehe ohnehin nicht, wieso die Regierung etwas verbieten will, worauf sich Dienstgeber und Dienstnehmer miteinander einigen müssen und wollen. „Die Regierung verbietet hier Win-Win-Situationen für alle, um ältere Menschen, die oft körperlich nicht mehr in der Lage sind, den Job noch zwei weitere Jahre auszuüben, zu zwingen, ihren Körper weiter auszupressen und führt damit eine Lose-Lose-Situation für alle herbei“, argumentiert Muchitsch und befürchtet, dass Invaliditätspensionen, Arbeitsunfälle und Krankenstände zunehmen werden. (Schluss) lk/bj

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