Sima/Ahmad: Areal rund um den Franz-Josefs-Bahnhof wird klimafit - Julius-Tandler-Platz erstrahlt in neuem Gesicht | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Sima/Ahmad: Areal rund um den Franz-Josefs-Bahnhof wird klimafit – Julius-Tandler-Platz erstrahlt in neuem Gesicht

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Nach dem breiten Bürger*innenbeteiligungsprozess liegen nun die ersten Entwürfe für die Neugestaltung des Julius-Tandler-Platzes rund um den Franz-Josefs-Bahnhof vor. Ab 2025 wird der Platz ganz nach dem Motto „Raus aus dem Asphalt“ begrünt und gekühlt, zugleich wird zeitgemäße Radinfrastruktur in der Alserbachstraße und der Fuchsthallergasse und damit eine durchgängige Radverbindung vom Gürtel bis zum Donaukanal geschaffen. Planungsstadträtin Ulli Sima und Alsergrunds Bezirksvorsteherin Saya Ahmad haben heute die ersten Entwürfe zur Umgestaltung des Grätzels präsentiert. Die Bauarbeiten am Julius-Tandler-Platz sollen ab Frühjahr 2025 starten, geplantes Bauende Ende 2025. „In der ganzen Stadt läuft aktuell ein großer Transformationsprozess – überall wird nach dem Motto „Raus aus dem Asphalt“ umgestaltet und ich freue mich sehr auf das Projekt hier im Bahnhofsumfeld, das massive Entsiegelung und viel Begrünung mit über 40 neuen Bäumen im dicht bebauten Gebiet bringt. Zugleich schaffen wir auch zeitgemäße Radinfraststruktur in der Alserbachstraße, auf die viele Radfahrer*innen schon lange warten“, freut sich Planungsstadträtin Ulli Sima auf die Umsetzung.

Als Vorplatz des Franz-Josefs-Bahnhofs ist der Julius-Tandler-Platz ein wichtiger Verkehrsknotenpunk. Zahlreiche Umsteigevorgänge zwischen dem Bahnhof und den Straßenbahnlinien 5, 33 und D finden statt. Aktuell wird der 8-geschoßige Überbau des Bahnhofs saniert und der Zugang zum Personenbahnhof verbessert.  Der Hochbau beim Franz-Josefs-Bahnhof wird Ende 2024 fertiggestellt, es entstehen Büros, Gastronomie und kleinere Geschäfte.

„Die breit angelegte Bürger*innenbeteiligung hat deutlich gemacht, was sich die Menschen im Grätzl wünschen: Mehr Grün, mehr Abkühlung, mehr Platz für den Aufenthalt im Freien. Als Bezirksvorsteherin freut es mich deshalb besonders, dass wir im Neunten so viele engagierte Bewohner*innen haben, die mitgemacht und ihre Ideen mit uns geteilt haben! Auf Basis der Wünsche der Bewohner*innen und Nutzer*innen gestalten wir den Julius-Tandler-Platz nun zu einem klimafitten und topmodernen Bezirks-Zentrum für alle“, so Bezirksvorsteherin Saya Ahmad.

Julius-Tandler-Platz wird attraktiviert – Nordbergstraße wird zur Begegnungszone

Die Aufenthaltsqualität und das Mikroklima am Julius-Tandler-Platz inklusive der Nordbergstraße von Alserbachstraße bis Spittelauer Platz soll dauerhaft und nachhaltig verbessert werden. Maßnahmen zur Klimawandelanpassung wie Begrünung und Wasserelemente sind dabei maßgeblich. Zusätzlich sollen Schwammstadtkörper integriert werden und Pergolen mit Wasservorhängen sowie Vernebelungsanlagen am Platz integriert werden.

Auch am gegenüberliegenden Platzbereich zwischen Porzellangasse und Rotenlöwengasse wird neues Pflaster verlegt und 5 neue Bäume gepflanzt. Durch entsprechende Pflasterung soll Regenwasser großräumig versickern können, um einerseits die Kanalisation bei Starkregen zu entlasten und andererseits durch die anschließende Verdunstung zur Kühlung beizutragen. Die Nordbergstraße selbst wird von Alserbachstraße bis zur Grundlgasse zur Begegnungszone und in die Gestaltung des Julius-Tandler-Platzes miteinbezogen.

Großzügige Begrünung, 46 neue Bäume und Kühlung

Auf dem ca. 8.000 m² großen Planungsbereich inklusive Nordbergstraße werden zu den bestehenden 24 Bäumen weitere 46 neue Bäume in verschiedenen Arten gepflanzt, darunter Platanen, Eschen, Robinien und Lederhülsenbäume. Auch etliche großkronige XXL-Bäume werden gepflanzt. Auf rund 2.000 m2 werden die Belagsflächen entsiegelt und mit blühenden Stauden ausgeführt. Die Grünflächen wachsen von 21 m² auf 2.140 m² an, darin enthalten bunte Gräser- und Staudenbeete.

Insgesamt wird die Anzahl der Bäume verdreifacht, nach dem „Schwammstadtprinzip für Stadtbäume“ werden diese mit Wasser, Bodenluft und Nährstoffen versorgt, damit sich rasch große, gesunde und beschattungswirksame Baumkronen entwickeln können. Die Wasserspiele in Form eines Nebelschleiers und eines Wasservorhangs werden für Abkühlung an heißen Tagen sorgen.

Eine Vielzahl an Bänke und Sessel, großteils mit Arm- und Rückenlehne barrierefrei ausgestattet und über den Platz verteilt, ermöglichen ein angenehmes Verweilen unter den Bäumen. Auf intensiv besonnten Flächen bieten Sonnen Baldachine Schatten, solange die Bäume noch jung sind. Insgesamt drei Trinkbrunnen spenden kostenlos Trinkwasser. Die gepflasterte Oberfläche ist schattiert und heizt sich weniger auf. Bodenbeläge mit unterschiedlichen Schattierungen und in verschiedenen Musterflächen nehmen eine lenkende Wirkung auf und sorgen für ein freundliches neues Ambiente.

Schaffung sicherer Radinfrastruktur vom Gürtel bis zum Donaukanal

Fuchsthallergasse sowie Alserbachstraße zählen zum Wiener Hauptradverkehrsnetz und sind hochfrequentierte Radrouten, die den Gürtel (U6 Station Währinger Straße), die Lände am Donaukanal (U4 Station Friedensbrücke) und den Norden des 9. Bezirks miteinander verbinden.

Derzeit verläuft in der Alserbachstraße ein beidseitiger Mehrzweckstreifen. In der Fuchsthallergasse gibt es im Bestand einen baulichen Ein-Richtungs-Radweg auf der stadtauswärtigen Seite. Richtung stadteinwärts fahren die Radfahrer*innen im Mischverkehr gemeinsam mit allen anderen Verkehrsteilnehmer*innen.

Bereits ab Jahresende wird mit den Bauarbeiten in der Fuchsthallergasse gestartet werden. Die Alserbachstraße wird – koordiniert mit erforderlichen Einbautenarbeiten des Wasserrohrstranges – ab dem Jahr 2025 durchgeführt. Künftig sollen Radfahrer*innen in diesen Straßenzügen baulich getrennte Ein- bzw. Zwei-Richtungs-Radwege für sicheres Vorankommen zur Verfügung stehen.

Radwegpläne im Detail

In der Alserbachstraße soll ein baulich getrennter Zwei-Richtungs-Radweg auf der Seite der ungeraden Hausnummern errichtet werden. Der Radweg verläuft ab der Spittelauer Lände bis zur Liechtensteinstraße als Zwei-Richtungs-Radweg. Ab der Lichtensteinstraße bis zur Nußdorfer Straße wird es aufgrund der beengten Platzverhältnisse bei der Markthalle Ein-Richtungs-Radwege auf beiden Seiten der Straße geben. Im Planungsgebiet sind derzeit rund 300 m2 zusätzliche Grünflächen vorgesehen. In der Fuchsthallergasse von Währinger Gürtel bis Nußdorfer Straße wird der Ein-Richtungs-Radweg stadtauswärts belassen und durch einen zweiten Ein-Richtungs-Radweg stadteinwärts ergänzt. Mit dem Gesamtprojekt wird eine durchgängige Verbindung vom Gürtel bis zum Donaukanal geschaffen.

„Die Umgestaltung des Julius-Tandler-Platzes ist für unseren Bezirk ein Leuchtturmprojekt! Wir sind stolz, dass wir gemeinsam mit den Alsergrunder*innen den Platz für die Zukunft fit machen. Mit den heute präsentierten Plänen ist uns darüber hinaus ein großer Wurf für eine sichere Radverbindung vom Gürtel bis zum Donaukanal gelungen“, freut sich Bezirksvorsteherin-Stellvertreter Christian Sapetschnig, der den Beteiligungsprozess intensiv betreut hat.

Bürgerinfo auf alter WU

Dank des Engagements vieler Bürger*innen war der dem Projekt vorangegangene Beteiligungsprozess ein voller Erfolg: Über 1.000 ausgefüllte Fragebögen wurden eingereicht. 900 Ideen in insgesamt 40 Gesprächsstunden wurden bei der Ideen-Station vor Ort gesammelt. Die nun vorliegenden Pläne werden am Montag 15. April im Rahmen einer Informationsveranstaltung in der alten WU vorgestellt.

  • Zeit: Montag, 15. April 2024, 17.30 bis 19 Uhr
  • Ort: Alte Wirtschaftsuniversität, Festsaal, 9., Augasse 2-6

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/presse/bilder

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