Grüne/Voglauer zu Eilverfahren im EU-Parlament: Mit der Verwässerung der Umweltauflagen ist man am Holzweg
„Dass bestehende wichtige Umweltauflagen in der GAP sang- und klanglos massiv verwässert werden sollen, wirkt in die vollkommen falsche Richtung. Die Bäuerinnen und Bauern sind diejenigen, welche die Klimakrise spüren. Der Beschluss im EU-Parlament ist ein weiterer Angriff auf die Artenvielfalt“ kommentiert Olga Voglauer, Landwirtschaftssprecherin der Grünen, den Beschluss des Europäischen Parlaments in Brüssel, wonach kleine landwirtschaftliche Betriebe von Umweltauflagen und Kontrollen ohne zusätzliche Beratungen in den Ausschüssen des Parlaments ausgenommen werden können.
„Besonders problematisch daran ist, dass es keine Wirkungsfolgenabschätzung gibt. Die Auswirkungen auf unser Klima und die Biodiversität scheinen keine Rolle zu spielen“, meint Voglauer und ergänzt: „Wir brauchen mehr und nicht weniger Umweltambition in den Agrarförderungen, um unsere Landwirtschaft auch langfristig abzusichern. Nur wenn wir die Artenvielfalt schützen, gibt es zukünftig eine krisenresiliente Landwirtschaft. Es liegt an den Bäuerinnen und Bauern, im Einklang mit der Natur, und nicht gegen sie zu arbeiten, um gesunde Nahrungsmittel zu produzieren und unsere Vielfältige Kulturlandschaft als solche erhalten zu können. Gerade hier ist Österreich im europäischen Vergleich Vorreiter, diese Rolle hätte man stärken sollen!“.
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