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Jugend Eine Welt: Bildung ist ein Menschenrecht!

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„Bildung ist ein Menschenrecht! Jedes Mädchen und jeder Bub sollte Zugang zu einer qualitätsvollen Schul- und Berufsausbildung haben und somit die Chance auf ein späteres Leben in Würde erhalten“, betont Reinhard Heiserer, Geschäftsführer der österreichischen Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt, anlässlich des „Tag der Menschenrechte“ (10. Dezember). Jugend Eine Welt unterstützt seit der Gründung vor 26 Jahren unter dem Leitgedanken „Bildung überwindet Armut“ weltweit Schul- und Berufsausbildungs-Programme für benachteilige Kinder und Jugendliche.

244 Millionen Kinder können nicht in die Schule gehen

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen haben weltweit 244 Millionen Kinder zwischen 6 und 17 Jahren nicht die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Mehr als 85 Prozent der jugendlichen Analphabeten leben in Südasien und Afrika. „Die Gründe dafür sind vielfältig. Oft lässt es die finanzielle Situation der Eltern nicht zu, die Kinder in die Schule zu schicken. Sie werden als zusätzliche Arbeitskraft gebraucht, um das finanzielle Überleben der Familie zu garantieren. Manchmal ist die Schule so weit entfernt, dass ein regelmäßiger Besuch erst gar nicht möglich ist. Ganz drastisch ist die Situation, wenn es zum Beispiel Mädchen ab einem gewissen Alter gar nicht mehr erlaubt ist in die Schule zu gehen“, spielt Heiserer auf die aktuelle Situation in Afghanistan an.

Mädchen in Afghanistan werden ihrer Bildung beraubt

Dort verbietet das Taliban-Regime seit zwei Jahren Mädchen eine weiterführende Schulausbildung. Nach der sechsten Schulstufe ist für sie Schluss. UN-Schätzungen zufolge sind rund 1,1 Millionen Mädchen von den Bildungseinschränkungen betroffen. „Die Mädchen werden nicht nur vom täglichen Schulbetrieb und den wichtigen sozialen Kontakten ausgeschlossen. Sie bleiben in Folge ihrer mangelnden Bildung auf der Strecke, werden ihrer Zukunftschancen beraubt und sind potentielle Opfer von Ausbeutung, Missbrauch oder früher Zwangsverheiratungen“, erklärt Heiserer. Dazu kommt noch die Problematik, dass es LehrerInnen in Afghanistan – bis auf Alphabetisierungskurse – verboten ist spezifische Fächer wie Englisch oder Chemie zu unterrichten.

Jugend Eine Welt unterstützt Unterricht

Um den Mädchen weiterhin den Zugang zu Bildung zu ermöglichen, unterstützt Jugend Eine Welt gemeinsam mit dem AKIS-Kulturverein (www.akiseu.org) diese Lehrerinnen und ihre Familien. Die PartnerInnen vor Ort in Kabul verteilen Lebensmittelpakete mit Reis, Öl, Bohnen und Mehl, aber auch Zucker und Tee. Zudem erhalten die Frauen monatlich einen kleinen Betrag an Bargeld, um sich so medizinische Versorgung oder warme Decken und Kleidung organisieren zu können. Darüber hinaus hat der Kulturverein einen kleinen Raum für die Bildung von Mädchen angemietet. „Doch es ist Vorsicht geboten, denn die Unterrichtsangebote passieren im Geheimen. Sie dürfen nicht für allzu große Aufmerksamkeit sorgen. Schließlich handeln die Lehrerinnen gegen die offizielle Gesetzgebung. Ihre Angst vor Bestrafung hält sie allerdings nicht davon ab, ihre eigentliche Berufung weiterhin zu leben – für die Zukunft aller Mädchen in Afghanistan“, so Heiserer.

Bildung überwindet Armut

„Jeder hat das Recht auf Bildung“, zitiert der Jugend Eine Welt-Geschäftsführer Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. „Bildung ist eine zentrale Voraussetzung zur Überwindung von Armut. Mädchen und Buben den Zugang zu Bildung zu verwehren heißt, ihnen ein zentrales Menschenrecht vorzuenthalten.“ Heiserer verweist im Zuge dessen auch auf die 2015 von den Vereinten Nationen beschlossene „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" (Sustainable Development Goals). Diese soll bis 2030 u.a. sicherstellen, dass alle Mädchen und Buben gleichberechtigt eine kostenlose und hochwertige Grund- und Sekundarschulbildung abschließen, die zu brauchbaren und effektiven Lernergebnissen führt (SDG4). „Bitte nehmen Sie den Tag der Menschenrechte als Anlass und helfen Sie uns mit Ihrer Spende. Damit wir weiterhin wichtige Schul- und Bildungsprojekte im Globalen Süden zum Wohl der Millionen benachteiligten Mädchen und Buben umsetzen können“, so der Jugend Eine Welt-Geschäftsführer.

Weitere Informationen unter www.jugendeinewelt.at.

Jugend Eine Welt-Spendenkonto: AT66 3600 0000 0002 4000 | Onlinespenden unter www.jugendeinewelt.at/spenden | Spenden sind steuerlich absetzbar!

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