Paxlovid-Engpässe: NÖ Ärztekammer fordert öffentlich zugängige und laufend aktualisierte Liste über die Verfügbarkeit in Apotheken | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Paxlovid-Engpässe: NÖ Ärztekammer fordert öffentlich zugängige und laufend aktualisierte Liste über die Verfügbarkeit in Apotheken

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Mit der aktuellen Coronawelle steigt auch die Nachfrage nach Paxlovid, einem Medikament zur Verhinderung schwerer Verläufe von Covid-19. Besonders Risikopersonen sind bei einer Infektion auf das Medikament angewiesen. Laut Auskunft des Gesundheitsministeriums müssten noch zahlreiche Packungen in öffentlichen Apotheken im Umlauf sein, allerdings sind diese laut Apothekerkammer sehr unterschiedlich verteilt. Der Präsident der Ärztekammer für NÖ, Dr. Harald Schlögel, schlägt daher vor: „Wir empfehlen der Apothekerkammer die Veröffentlichung einer laufend aktualisierten Liste, auf der sämtliche Apotheken nach Bezirken sortiert ihren Bestand an Paxlovid bekanntgeben. Nur so können Erkrankte selbst nachschauen, wo sie das Medikament am schnellsten erhalten und die Wege für kranke Menschen könnten so kurz wie möglich gehalten werden.“

Ein rascher Therapiebeginn mit Paxlovid ist gerade bei Covid-19 entscheidend. „Wenn erst langwierig gesucht werden muss, welche Apotheke in der Nähe Paxlovid vorrätig hat, geht dadurch wertvolle Zeit verloren“, ergänzt Dr. Max Wudy, Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte.

Ähnliche Berichte über Engpässe gibt es in anderen Bundesländern beispielsweise auch bei der Influenzaimpfung. „In Niederösterreich hat daher die NÖ Ärztekammer als Serviceleistung für die Menschen gleich zu Beginn der Impfsaison eine Liste mit Ordinationen veröffentlicht, die ausreichend Impfstoffe aus dem Öffentlichen Impfprogramm zur Verfügung haben. Genauso sollte dies die Apothekerkammer mit Paxlovid machen“, unterstreicht Dr. Dagmar Fedra-Machacek, Kurienobmann-Stv. der niedergelassenen Ärzte, die Forderung der Ärztekammer für Niederösterreich und fügt hinzu: „Solche Listen hätte man seitens der Apothekerkammer vor allem auch in Bezug auf den seit länger herrschenden Mangel bei Antibiotika-Säften für Kinder machen müssen. Hier sehen wir die Expertise der Apothekerschaft gefordert.“

Auch Bundesminister Rauch ist in diesem Zusammenhang gefordert. Bei der Gesundheitsreform wird aktuell stets auf die Wichtigkeit der „Digitalisierung“ hingewiesen. „Die einfache Bereitstellung an Informationen, wo öffentlich finanzierte Medikamente und Impfstoffe vorrätig sind, kann daher keine große Herausforderung darstellen“, meint Wudy abschließend.

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