AK Anderl: Arbeitslosigkeit steigt weiter – AMS braucht ausreichend Personal! | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

AK Anderl: Arbeitslosigkeit steigt weiter – AMS braucht ausreichend Personal!

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Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen (plus 6,7 Prozent arbeitslose Personen und Schulungsteilnehmer:innen im Vergleich zu November 2022) zeigen deutlich, dass sich der negative Trend am Arbeitsmarkt fortsetzt und die Arbeitslosigkeit steigt. Außerdem verstärkt sich auch ein „chronisches“ strukturelles Problem: Die auf dem Arbeitsmarkt verfügbaren Arbeitnehmer:innen haben in vielen Fällen nicht die Qualifikationen, die von den Unternehmen nachgefragt sind. Fast die Hälfte (48 Prozent) der Arbeitssuchenden hat keine berufliche Ausbildung – und die Tendenz steigt weiterhin (plus 7,2 Prozent im Vorjahresvergleich).
AK Präsidentin Renate Anderl dazu: "Es gibt nur einen Weg, diesen Herausforderungen zu begegnen – nämlich die Investition in Aus- und Weiterbildung“.  

Positiv bewertet Anderl das vom AMS entwickelte Kompetenz-Matching. Jedoch müsse auf ausreichend Beratungszeit geachtet werden, um die Kompetenzen der Arbeitssuchenden erheben und das Matching mit Jobangeboten sinnvoll durchführen zu können. "Technische Innovation ist gut, aber gute Beratung ist für die Arbeitssuchenden immer noch die wichtigste Voraussetzung, um rasch und vor allem nachhaltig am Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können", so Anderl. 

Der geplante Personalabbau im AMS sei angesichts der steigenden Anforderungen der falsche Weg: "Arbeitssuchende haben Anspruch auf qualitative Beratung. Auch Unternehmen profitieren von einem gut aufgestellten AMS." 

Die AK fordert daher, den geplanten Personalabbau zu stoppen und das AMS mit ausreichend Personal auszustatten. "Nur so ist gute Beratung für die Arbeitssuchenden möglich. Wenn wir gute Beratung für die Arbeitssuchenden wollen, benötigen die AMS-Berater mehr Zeit“, ist die AK Präsidentin überzeugt.

 

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