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Kocher: 352.551 Personen Ende November arbeitslos oder in Schulung gemeldet

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Ende November sind 352.551 Personen beim AMS arbeitslos oder in Schulung gemeldet. 275.710 davon sind arbeitssuchend, 76.841 nehmen an Schulungsmaßnahmen des AMS teil. Das ist zwar ein Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vergleichsmonat im Vorjahr (ALSC +22.097), angesichts der allgemein wirtschaftlich herausfordernden Situation und im November üblichen saisonalen Effekten vor allem in der Bauwirtschaft fällt dieser jedoch in einem moderaten Ausmaß aus. „Saisonale Effekte in der Bauwirtschaft zeigen im beginnenden Winter immer ihre Wirkung, das ist keine unerwartete Entwicklung. So sind Ende November 19.936 Personen beim AMS gemeldet, die zuletzt in der Baubranche tätig waren. Diese Zahl wird um den Jahreswechsel ihren Höhepunkt erreichen. Abseits dieser üblichen saisonalen Schwankungen hat die allgemeine wirtschaftliche Situation aber natürlich auch Auswirkungen darauf, dass sich der Arbeitsmarkt weniger zufriedenstellen entwickelt. Alles in allem ist die Situation am Arbeitsmarkt aber nach wie vor stabil. Bei 95.030 beim AMS gemeldeten offenen Stellen Ende November ist zudem die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften nach wie vor hoch“, erklärt Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher die Arbeitsmarktentwicklung im November.

Im Vergleich zu den letzten Jahren, insbesondere zum Jahr vor Ausbruch der Corona-Pandemie, wird die Resilienz des Arbeitsmarkts ersichtlich: Zum Vergleichszeitpunkt 2019 waren 13.375 Personen mehr beim AMS arbeitslos oder in Schulung gemeldet. Ende November 2020 lag die Arbeitslosigkeit inklusive Schulungsteilnehmerinnen und -teilnehmer Corona-bedingt bei 457.197 Personen und damit um 104.646 Personen über dem aktuellen Niveau. Auch Ende November 2021 war die Arbeitslosigkeit um 10.943 Personen höher als aktuell. (2019: 365.926 ALSC; 2020: 457.197 ALSC; 2021: 363.494 ALSC; 2022: 330.454 ALSC)

Die Arbeitslosenquote beträgt Ende November 2023 6,5 Prozent. Die Differenz zum Vorjahr (Ende November 2022 lag die Arbeitslosenquote bei 6,1 Prozent) ist damit relativ gering. Im Vergleich zu den Jahren 2019, 2020 und 2021 ist die Arbeitslosenquote aktuell nach wie vor deutlich niedriger (2019: ALQ: 7,3 Prozent, 2020: ALQ: 9,5 Prozent, 2021: ALQ: 7,0 Prozent).

„Positiv hervorzuheben ist die Arbeitsmarktentwicklung bei älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern (ALSC 94.384). Von März 2023 bis Oktober 2023 verzeichneten wir einen konstanten Rückgang der Arbeitslosenzahlen im Vorjahresvergleich in dieser Zielgruppe, Ende November kommt es erstmals wieder zu einem leichten Anstieg“, so der Arbeitsminister weiter (ALSC März 2023: -6.132, ALSC April 2023: -4.709, ALSC Mai 2023: -2.888, ALSC Juni 2023: -2.598, ALSC Juli 2023: -1.190, ALSC August 2023: -1.456, ALSC September 2023: -1.339, ALSC Oktober 2023: -99, ALSC November 2023: + 515). „Besonders bemerkenswert ist, dass die Arbeitslosenquote in dieser Zielgruppe im November 2023 mit 7,0 Prozent im langjährigen Vergleich besonders niedrig ist, eine geringere Arbeitslosenquote konnte zuletzt nur im Jahr 2008 verzeichnet werden. Das zeigt, dass die Arbeitskräftenachfrage in dieser Zielgruppe erfreulicherweise hoch ist und auch unsere Unterstützungsprogramme im AMS, wie unter anderem die Eingliederungsbeihilfe, Wirkung zeigen.“ 

Die Gesamtzahl der Lehrlinge in Unternehmen ist mit 103.167 Auszubildenden gegenüber dem Stand zu Ende November 2022 um 1,1 Prozent gestiegen. Bei den Lehranfängerinnen und Lehranfängern in Ausbildungsbetrieben zeigt sich Ende November 2023 mit 31.683 Personen – das sind -1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr – ein leichter Rückgang, nachdem ihre Zahl im November 2022 noch um 7,2 Prozent gestiegen ist. „Als BMAW arbeiten wir konstant daran, die Lehre in Österreich noch attraktiver zu machen. Allein in diesem Jahr, haben wir die Einrichtung der Höheren Berufliche Bildung als Höherqualifizierungsmöglichkeit für Lehrlinge und den Entfall der Gebühren für Meister- und Befähigungsprüfungen beschlossen. Auch die Inhalte der Lehrberufe werden laufend aktualisiert und auf aktuelle Erfordernisse am Arbeitsmarkt und in den Unternehmen angepasst. Damit stellen wir sicher, dass wir im Bereich der Lehrausbildung auf internationaler Bühne weiterhin eine Vorreiterrolle einnehmen“, betont Kocher abschließend. 

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