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Hochschüler*innenschaften fordern eine dringende Reform der Wohnunterstützung für Studierende in der Steiermark

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Die Studierendenvertretungen an den steirischen Hochschulen fordern eine Neugestaltung der Wohnunterstützung. Seit der Novelle des Steiermärkischen Wohnunterstützungsgesetzes im Jahr 2016 bleibt vielen Studierenden die dringend benötigte Unterstützung verwehrt. Vor der Novelle erhielten rund 5000 Studierenden-Haushalte eine Wohnunterstützung. Im Jahr 2022 waren es nur noch 1060 – ein Rückgang von fast 80 Prozent. Angesichts dieser alarmierenden Entwicklung und der Tatsache, dass viele Studierende in der Steiermark in Wohngemeinschaften und Studierendenheimen leben, appellieren die Hochschüler*innenschaften an die Landesregierung, eine umfassende Reform der Wohnunterstützung einzuleiten. 

Die Hochschüler*innenschaften fordern eine Anpassung des Wohnunterstützungsgesetzes, die sicherstellt, dass der Anspruch nicht vom Einkommen der Eltern der Mitbewohner*innen oder von bürokratischen Hürden (Studierendenheime unterliegen nicht dem Mietrecht) abhängig gemacht wird. Dazu wurde ein Forderungspapier an die Landesregierung übermittelt und dafür wird morgen demonstriert!

„Es kann nicht sein, dass Studierende von der finanziellen Situation der Eltern ihrer Mitbewohner*innen abhängig sind. Es ist Zeit für eine Neugestaltung, die faire Bedingungen für alle schafft“, sagt Eve Losbichler, 1. stv. Vorsitzende der HTU Graz.

„In Zeiten von explodierenden Wohnkosten brauchen Studierende Anspruch auf eine den Mietpreisen entsprechende Förderung, auch in WGs und Studierendenheimen“, erklärt Melanie Linschinger, Vorsitzende der ÖH der Pädagogischen Hochschule Steiermark.

"Die aktuellen Regelungen für die Wohnunterstützung des Landes gehen völlig an den Realitäten der Studierenden vorbei. Viele Studierende wohnen zwar in WGs, können aber kaum als zusammenhängender Haushalt betrachtet werden. Ich fordere daher die Landesregierung auf, diese Gesetzeslücke endlich zu schließen", so Stefan Zeiringer, Vorsitzender der ÖH Uni Graz.

„Die Zahlen sprechen für sich. Der Rückgang von fast 80 Prozent an Studierenden-Haushalten, die Wohnunterstützung erhalten, ist alarmierend. Wir appellieren an die Landesregierung, die Bedürfnisse der Studierenden ernst zu nehmen und rasch Maßnahmen zu ergreifen, um diese prekäre Situation zu verbessern“, erwähnt Martin Heider, Vorsitzender der HTU Graz, nachdrücklich.

“Es ist die Aufgabe der steirischen Landesregierung, bürokratische Hürden für Studierende abzubauen und die aktuelle Gesetzeslage vor dem Hintergrund progressiver, sozialpolitischer Überlegungen neu zu denken“, betont Veronika Kaindl, 2. stv. Vorsitzende der ÖH Uni Graz.

“Viele Studierende der Kunstuni haben nicht nur Mietkosten für die Wohnung, sondern z.B. auch für Proberäume, da musizieren zu Hause oftmals nicht möglich ist. Zumindest bei den Wohnkosten sollten sie unterstützt werden“, gibt Justina Vaitkute, Vorsitzende der ÖH-KUG, zu bedenken.

“Energiekrise und Teuerung lassen die Wohnkosten für Studierende steigen, die meist keinen Einfluss auf das Heizsystem und den Sanierungszustand ihrer Wohnung haben. Auch dieses Mal müssen wir darauf hinweisen, dass auf die Studierenden in diesem Land nicht wieder vergessen wird. Auch sie müssen effektiv unterstützt werden!“, sagt Philipp Zeni, Vorsitzender der ÖH der Montanuniversität Leoben.

“Uns ist wichtig, dass ein Studium nicht nur für Kinder von reichen Eltern möglich ist, sondern für alle. Besonders kritisch ist die Situation bei Studierenden aus dem Gesundheitsbereich, da diese unbezahlte Pflichtpraktika absolvieren müssen”, sagt Florian Gollner-Stramšak, 2. stv. Vorsitzender der FH Joanneum.

Studierende müssen eine Chance auf leistbares Wohnen bekommen!

Wohnbeihilfen Demo

Startpunkte:
Neue Technik – Petersgasse 16
Uni Graz – Universitätsplatz 3

Datum: 28.11.2023, 12:00 – 15:00 Uhr

Ort: Karmeliterplatz
8010 Graz, Österreich

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