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SPÖ möchte MedUni nach Vorarlberg holen

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Die Spitäler sind überlastet. Hausärzt:innen finden keine Nachfolge. Auf Termine in der Facharztpraxis wartet man in gewissen Fällen über ein halbes Jahr. Der Ärztemangel und die fortschreitende Pensionierungswelle verschärfen das Problem“, stellt SPÖ Vorarlberg-Vorsitzender Mario Leiter fest.  

SPÖ bringt Antrag zur Errichtung einer MedUni ein

„Dieser Zustand ist eine große Belastung für die Patientinnen und Patienten und im schlimmsten Fall sogar lebensbedrohlich. Für die Ärzt:innen und das Gesundheitspersonal insgesamt bedeutet die Situation enormen Stress. Wir müssen handeln, damit das Gesundheitssystem nicht kollabiert. Deshalb haben wir heute einen Antrag im Landtag eingebracht, der die Errichtung einer eigenen MedUni vorsieht, um im Ländle Ärztinnen und Ärzte auszubilden“, so Leiter.  

In 10 Jahren 150 Ärztinnen und Ärzte

„Andere Bundesländer machen vor, wie es geht. In Salzburg etwa gibt es seit über 20 Jahren eine MedUni, an der pro Jahr 80 Studienplätze angeboten werden. In Vorarlberg wird diese Idee seit über einem Jahrzehnt diskutiert, doch bislang hat die Landesregierung nie eine Entscheidung getroffen“, so Leiter.

„Hätte man vor 10 Jahren bereits mit der MedUni gestartet, wären dort inzwischen weit über 100 Ärztinnen und Ärzte ausgebildet worden. Wenn die Landesregierung ihre Verantwortung gegenüber den Patient:innen sowie dem Gesundheitspersonal, das bereits am Anschlag ist, ernst nimmt, sollte sie endlich ernsthafte Schritte zum Start der MedUni Vorarlberg setzen. Durch unseren Antrag wird dieses wichtige Anliegen nun im Landtag diskutiert und es wird eine Entscheidung getroffen werden. Für uns ist klar: An einer eigenen MedUni für Vorarlberg führt kein Weg vorbei.“  

Ausbildung im Land sichert Gesundheitsversorgung

„Die Landesregierung müsse endlich erkennen, dass die bisherigen Maßnahmen allein nicht dazu ausreichen, den Ärztemangel zu bewältigen. Das gezielte Anwerben von Fachkräften aus anderen Ländern und Regionen müsse durch eine eigene Ausbildungsstätte ergänzt werden. Nachhaltig bewältigen wir den Ärztemangel nur dadurch, dass wir attraktive Arbeitsbedingungen mit einer eigenen Ausbildung im Land kombinieren. Damit schaffen wir die Voraussetzung dafür, dass wir mehr Fachleute ausbilden, mehr von ihnen aus anderen Regionen anwerben und sie alle durch ein erfüllendes Arbeitsumfeld gerne in Vorarlberg leben und arbeiten“, so Leiter abschließend. 

Der Antrag der SPÖ wird voraussichtlich am 14. Dezember im Landtag behandelt.  

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