Spö Silvan zu ME/CFS und Long Covid: "Regierung hat letztes halbe Jahr verschlafen!" | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Spö Silvan zu ME/CFS und Long Covid: „Regierung hat letztes halbe Jahr verschlafen!“

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Eva-Maria Holzleitner, Abgeordnete zum Nationalrat und Frauenvorsitzende der SPÖ sowie Abgeordneter zum Nationalrat Rudolf Silvan, er ist Mitglied im Gesundheitsauschuss des Nationalrates und SPÖ Volksanwaltschaftssprecher, sind sich nach einer Anfragebeantwortung durch den Gesundheitsminister einig: "Obwohl es unzählige Betroffene gibt, hat die Regierung bei der Verbesserung der Situation von Long Covid und ME/CFS Personen geschlafen!" Und das trotz der Tatsache, dass sich im April alle Parteien für eine Verbesserung der Situation von ME/CFS Patient*innen mittels eines gemeinsamen Antrages im Parlament, ausgesprochen haben.

Zwar soll im November ein Symposium stattfinden, dass sich vorrangig mit den Symptomen von Long Covid und ME/CFS beschäftigt, aber ein Symposium alleine ist noch keine zufriedenstellende Lösung für die Betroffenen. Diese hätten sich nach dem Allparteienantrag im Parlament echte Lösungen erwartet und verdient. Doch wer zwischen den Zeilen in der Anfragebeantwortung liest, weiß, dass außer ein paar schöner Worte noch nicht viel passiert ist, so Silvan. 

Insgesamt sind in Österreich seit dem Ausbruch von Covid rund 100.000 Menschen erfasst worden, die an Long Covid erkrankt sind. Die Dunkelziffer dürfte aber weit höher sein. Lediglich etwas mehr als 10.000 Fälle davon wurden als Berufskrankheit anerkannt. Viele davon kämpfen auch mit typischen ME/CFS Symptomen wie Konzentrationsstörungen, Wortfindungsstörungen, Merkstörungen, Verlust der Fähigkeit zum Multitasking und „Brain Fog“. Erkrankte bezeichnen damit das Gefühl, dass ihr Gehirn wie vernebelt wirkt und sie kaum klar denken können. Silvan: "Der Umgang der Regierung mit einer derart großen Gruppe an Betroffenen ist schlichtweg fahrlässig!"

Hilfesuchend hat sich eine junge Oberösterreicherin an SPÖ Volksanwaltschaftssprecher Abg. zum Nationalrat Rudolf Silvan, der auch Mitglied im Gesundheitsausschuss des Nationalrates ist, gewandt. Besser gesagt, die Mutter der Long-Covid Patientin hat den Abgeordneten um Hilfe angerufen, denn die Tochter schafft es nicht mehr. Zu einer voraussichtlich beruflich bedingten schweren Long-Covid Erkrankung, die Symptome wie extreme Erschöpfung, Muskelschwäche, Schlaflosigkeit und ähnliches mit sich gebracht hat, kam noch die Schock-Diagnose Krebs hinzu. Silvan: „Der Fall der Sozialberaterin zeigt das Versagen der Regierung in aller Deutlichkeit!“

Nach einem Jahr Long-Covid bedingter Arbeitsunfähigkeit, erfolgte die Kündigung seitens des Landes Oberösterreich, dennoch wird die Frau seitens eines Gutachters der Sozialversicherung – trotz zusätzlicher Krebs-Diagnose! – weiterhin als arbeitsfähig eingestuft. Zur Kündigung kommt noch hinzu, dass der Frau die Mehrstunden vom Land Oberösterreich nicht ausbezahlt werden. Hier prüft nun die Volksanwaltschaft. Silvan: „Wie der jungen Sozialarbeiterin geht es unzähligen ME/CFS und Long-Covid Patient*innen in Österreich. Die Regierung stellt diese bewusst aufs Abstellgleis und gefährdet damit deren finanzielle Absicherung. Hinzu kommt, dass viele Gutachter zu wenig über die Krankheitsbilder Bescheid wissen.“

Hier geht's zur Anfragebeantwortung: https://www.parlament.gv.at/gegenstand/XXVII/J/16017

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