Welternährungstag am 16. Oktober 2023: Österreich soll Vorreiterrolle bei der Unterstützung von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern einnehmen | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Welternährungstag am 16. Oktober 2023: Österreich soll Vorreiterrolle bei der Unterstützung von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern einnehmen

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Im Vorfeld des Welternährungstages am 16.10.2023 hat der UN-Menschenrechtsrat ein neues Sonderverfahren zur Umsetzung der UN-Erklärung zu Kleinbauern*bäuerinnen (UNDROP) geschaffen. Dies ist ein bedeutender Schritt zur Unterstützung der Rechte von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern weltweit. UNDROP wurde im Jahr 2018 verabschiedet und hat das Ziel, deren Rechte zu schützen und zu fördern. Mit dem Sonderverfahren erfüllt sich ein wichtiges Ziel der Dreikönigsaktion, Hilfswerk der Katholischen Jungschar, die sich gemeinsam mit Partnerorganisationen im globalen Süden seit vielen Jahren für die Stärkung kleinbäuerlicher Rechte einsetzt. 

Bei der Abstimmung am 11. Oktober stimmten 38 Mitgliedsstaaten für und nur 2 gegen die Resolution, bei sieben Enthaltungen. Der UN-Menschenrechtsrat bestätigt mit dieser deutlichen Zustimmung, dass die Bewältigung der globalen Krisen rund um Ernährungssicherheit, Klimawandel, Biodiversität und Ausbeutung der Böden zu einem guten Teil von der Wahrung der Rechte von Kleinbäuer*innen und ihren Gemeinschaften abhängt.

Das neu geschaffene Sonderverfahren wird aus fünf unabhängigen Expert*innen aus verschiedenen Weltregionen bestehen und wird eng mit relevanten Organen der Vereinten Nationen, Regierungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zusammenarbeiten, um die Umsetzung der UNDROP zu überwachen und zu unterstützen. Es ist damit eine zentrale Anlaufstelle für Beschwerden und Anliegen im Zusammenhang mit der Verletzung der Rechte von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern und wird Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Situation einfordern.

Der Schutz kleinbäuerlicher Rechte durch UNDROP ist grundlegend für die Sicherung der Ernährungssouveränität und die erfolgreiche Transformation von Nahrungssystemen in Afrika“, so Million Belay, Koordinator der Alliance for Food Sovereignty in Africa bei seinem Besuch bei der Dreikönigsaktion. Der Schutz von Menschenrechten in kleinbäuerlichen Gemeinschaften trägt direkt zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen in den am stärksten durch Armut, Klimawandel und Biodiversitätsverlust betroffenen Regionen bei. Die Schaffung dieses Sonderverfahrens unterstützt somit auch die Verwirklichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen.

Für eine wirksame Umsetzung der Erklärung zu Kleinbauern*bäuerinnen braucht es nun genügend Mittel. Die Resolution ruft UN Mitgliedsstaaten dazu auf, freiwillige finanzielle Beiträge zum neuen Sonderverfahren zu leisten – hier sollte Österreich als Land mit einer kleinbäuerlichen Struktur einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung leisten“, so Philipp Bück, Referent für Agrarökologie bei der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar.

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