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Zehn Prozent auch für Haferdrinks: Oatly und gurkerl.at senken Steuer auf Milchalternativen

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Kuhmilch wird hierzulande mit zehn Prozent besteuert, für Milchersatzprodukte, etwa aus Hafer oder Soja, gilt ein Mehrwertsteuersatz von 20 Prozent. Pflanzenbasierte Milchalternativen sind dadurch deutlich teurer. Oatly und gurkerl.at fordern nun, diese Unverhältnismäßigkeit zu beheben: Bis zum Jahresende verzichten die Handelspartner ab sofort auf Kosten der gemeinsamen Marge auf die erhöhte Mehrwertsteuer. Konkret bedeutet das: Mit der Eingabe des Codes ”Steuerrunter” im gurkerl.at Onlineshop reduziert sich der Preis aller Oatly-Haferdrinks um die Mehrwertsteuerdifferenz. 

Die ungleiche Besteuerung von Kuhmilch und pflanzlichen Alternativen widerspricht der Farm to Fork Strategie der EU, deren Ziel es ist, Lebensmittel nachhaltiger und gesünder zu machen. Zudem schafft sie unfaire Wettbewerbsbedingungen.

Die Kosten für die Aktion teilen sich Oatly und gurkerl.at jeweils zur Hälfte. „Pflanzendrinks sind Grundnahrungsmittel und deutlich ressourcenschonender als Kuhmilch. Wir befinden uns in einer Klimakrise und dennoch werden diese Produkte steuerlich benachteiligt. Es wird höchste Zeit, diesen Irrsinn zu beenden. Wir sind froh, mit gurkerl.at einen Partner gefunden zu haben, mit dem wir gemeinsam ein Zeichen setzen und der aktuellen Forderung von privatwirtschaftlicher Seite aus Nachdruck verleihen können. Gemeinsam fordern wir die Politik dazu auf, endlich zu handeln”, sagt Helge Weitz, Geschäftsführer DACH & Polen bei Oatly.

Die gemeinsame Aktion von Oatly und gurkerl.at folgt einer Forderung von VertreterInnen der deutschen Bundesregierung, die steuerliche Benachteiligung von Pflanzendrinks zu beheben.

Im Rahmen einer ähnlichen Aktion im Januar 2023 hat gurkerl.at als erster Lebensmittelhändler überhaupt die Mehrwertsteuer auf Milchersatzprodukte gesenkt. Der Anteil an Milchersatzprodukten in den Einkaufskörben schoss im Zuge dessen sofort um mehr als fünf Prozent nach oben, wie Stephan Lüger, Commercial Director und Geschäftsführer gurkerl.at, erklärt: „Es gab für uns damals schon keinen akzeptablen Grund, dass unsere Kunden für Milchersatzprodukte mehr zahlen sollten. Und es gibt ihn auch heute nicht. Deshalb freut es uns umso mehr, mit Oatly einen Partner gefunden zu haben, der uns hier unterstützt. Es wird höchste Zeit, dass die Politik hier tätig wird. Ähnliche Initiativen wie in Deutschland benötigen wir dringend auch hier in Österreich.”

Auch von Seiten NGOs erfolgt Unterstützung. So meint Ivo Rzegotta, Senior Public Affairs Manager beim Good Food Insitute Europe: „Damit künftig noch mehr Menschen zu nachhaltigen Optionen greifen, müssen pflanzliche Alternativen preislich auf Augenhöhe mit Kuhmilch kommen. Die Benachteiligung von pflanzlicher Milch bei der Mehrwertsteuer bewirkt das Gegenteil und steht in eklatantem Widerspruch zu den Nachhaltigkeitszielen. Daher sollte der Gesetzgeber diese Diskriminierung schnellstmöglich beenden.“

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