Am 4. Oktober ist Welttierschutztag: Das Tierschutzhaus in Vösendorf feiert den 25. Geburtstag
Welttierschutztag
Der 4. Oktober ist der Namenstag von Franz von Assisi, einem katholischen Mönch und großen Tierfreund. Er lebte im 13. Jahrhundert in Italien und gilt als Schutzpatron der Tiere, Natur und Umwelt. Als einer der ersten Menschen vertrat Franz von Assisi die Meinung, dass alle Lebewesen, also Menschen, Tiere und Pflanzen, gleich wertvoll sind. Assisi war somit einer der ersten Tierschützer. Zu seinen Ehren wurde der Welttierschutztag 1931 am Tierschutzkongress in Florenz eingeführt, der bis heute jedes Jahr gefeiert wird.
25 Jahre Tierschutzhaus
Genau an diesem Tag vor 25 Jahren öffnete das Tierschutzhaus in Vösendorf seine Pforten. Mit über 1.600 Tieren und knapp 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist es das größte Tierheim Österreichs und nach Berlin das zweitgrößte Europas. Über 4.500 Tiere werden hier im Jahr versorgt. Über 2.000 Tiere werden in ein neues Zuhause vermittelt, über 1.000 Wildtiere können jährlich ausgewildert werden. Über 100.000 Tiere wurden seit Bestehen des Tierschutzhauses von den Tierpflegerinnen und Tierpflegern liebevoll versorgt.
"Vor 25 Jahren erschien gerade posthum Falcos Album “Out of the Dark". In Österreich wird noch mit Schillingen bezahlt, nicht mit dem Smartphone. Ein Bundestierschutzgesetz oder Wölfe in Österreichs Wäldern gibt es nicht. Seither hat sich im Tierschutz vieles getan", so Präsidentin Madeleine MMag. Dr.in Madeleine Petrovic. Aber viel sei noch zu tun: "Bei der Haltung sogenannter Nutztiere, bei der Reduktion viel zu vieler und unnötiger Tierversuche, der Wandel von widersprüchlichen Jagdgesetzen hin zu einem bundeseinheitlichen und modernen Wildtiermanagement oder auch bei Themen wie Qualzuchten und illegalem Welpenhandel haben wir als Gesellschaft noch große Aufgaben vor uns", so die Tierschützerin.
Blick in die Zukunft
„Unsere Motivation liegt im Streben nach einer Welt, in der Tiere als empfindsame Lebewesen anerkannt werden mit denen wir in Einklang gut leben. Gemeinsam mit vielen tierlieben Menschen kämpfen wir täglich mit viel Herzblut für dieses Ziel.“ Weitere 25 Jahre werde das Tierschutzhaus in Vösendorf aber aufgrund der Altlast (das Tierschutzhaus steht auf einer alten Raffinerie der OMV) nicht erleben.
"Aus den bekannten Problemen, die aus der Altlast resultieren, ist es mittelfristig für uns unausweichlich, einen neuen Standort zu finden", so Tierschutz Austria Sprecher Jonas von Einem. "Die Suche nach einem neuen Standort und ein solch komplexes Projekt umzusetzen, braucht gute Planung und Zeit. Als Wiener Tierschutzverein fühlen wir uns Wien sehr verbunden und möchten in der Nähe bleiben, aus Kostengründen suchen wir aber auch Grundstücke in Niederösterreich. Zudem überlegen wir uns, wie wir sinnvoll bauen können, um einerseits nicht in der Versorgungsqualität der Tiere einbüßen zu müssen, gleichzeitig aber Platz sparen können", so von Einem weiter.
Auch die Überlegung, das Tierschutzhaus auf zwei Standorte aufzuteilen, werde geprüft. Eine Unterstützung der Stadt Wien gebe es bisher weder für das Betreiben des derzeitigen Standortes noch bei der Suche eines neuen Standorts. Stressen lasse man sich trotz des Verkaufs des Grundstücks durch die Stadt Wien aber nicht. "Wir besitzen das dingliche Baurecht für das derzeitige Grundstück bis 2075. Es besteht also keine unmittelbare Gefahr für unseren Standort und wir nehmen uns die Zeit, die eine sorgfältige Planung benötigt. Dennoch liegt eine rasche und gute Lösung für einen neuen Standort auch in unserem Interesse", so von Einem.
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