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Cannabis Legalisierung

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Die deutsche Regierung hat sich vor ein paar Wochen auf eine Legalisierung von Cannabis für den Privatgebrauch geeinigt. Inwieweit die Österreicherinnen und Österreicher gerne dem Weg des großen Nachbarn folgen würden, zeigt eine aktuelle Studie des digitalen Markt- und Meinungsforschungsinstituts Marketagent unter 1.000 Befragten im Alter von 14 bis 75 Jahren. 

Die deutsche Ampelkoalition hat Ende des Sommers eine Teillegalisierung von Cannabis beschlossen. Für erwachsene Privatpersonen soll künftig der Besitz von 25 Gramm bzw. der Anbau von bis zu drei Pflanzen erlaubt sein. In Österreich zählt Cannabis zu den verbotenen Suchtmitteln. Konsum, Anbau, Weitergabe und Handel sind hierzulande also strafbar. 

Die Entscheidung im Nachbarland lässt aber auch hierzulande die Diskussion über den Umgang mit dem „Gras“ wieder aufflammen. Doch nicht nur in der ÖVP-Grünen-Koalition herrscht dazu Uneinigkeit –die Bevölkerung ist ebenfalls gespalten, wenn es ums Kiffen geht. Eine aktuelle Marketagent-Umfrage unter 1.000 Österreicherinnen und Österreichern im Alter von 14 bis 75 Jahren zeigt, dass die Frage nach einer Cannabis-Legalisierung das Land in zwei quasi gleich große Lager teilt: Während sich 48% dafür aussprechen, lehnen 52% den Vorstoß ab.

Bruchlinien tun sich sowohl in den Generationen als auch in den politischen Ansichten auf. „Die Angehörigen der Millennials und GenZ positionieren sich wenig überraschend mehrheitlich für eine Entkriminalisierung des Kiffens. Auch bei der politischen Positionierung sind die Fronten klar erkennbar. Mitte-links-Wähler*innen sprechen sich mit rund 60% eindeutig für eine Marihuana-Freigabe aus. Im ÖVP-Lager gibt es im Vergleich dazu 60% Legalisierungsgegner“, erläutert Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.

Egal ob pro oder contra, in beiden Lagern gilt die Devise „safety first“. 8 von 10 Österreicher*innen fänden eine begleitende Aufklärungskampagne über die Risiken des Cannabis-Konsums für junge Menschen sehr wichtig. Dass es tatsächlich so weit kommen wird und Österreich dem deutschen Weg folgt, glaubt aber nur rund jede*r Dritte (37%).

Bei anderen Drogen wie Kokain oder Amphetamin herrscht in der Bevölkerung dagegen Einigkeit. Rund 9 von 10 würden eine Freigabe dieser Substanzen ablehnen. Ein Grund dafür liegt sicher in der Tatsache, dass vor allem dem „weißen Gold“ von der Mehrheit der Befragten eine hohe Schädlichkeit zugeschrieben wird. „Interessant ist, dass das Gefahrenpotential von Cannabis deutlich niedriger eingeschätzt wird als das von sogenannten erlaubten Drogen. Nikotin und Alkohol werden von der heimischen Bevölkerung als signifikant schädlicher wahrgenommen als Marihuana. Cannabis liegt im Vergleich dazu in etwa gleichauf mit Zucker“, so Thomas Schwabl.

Das geringere Gefahrenpotential hängt gewiss damit zusammen, dass Hanf gerade in den letzten Jahren voll im Trend liegt und in immer mehr Branchen und Märkte vordringt. Immerhin 40% der heimischen Befragten assoziieren Cannabis in erster Linie als Heilpflanze, 12% sehen darin ein Genussmittel. Die restlichen 48% stufen die Substanz als (illegales) Suchtmittel ein.

Trotz des Hanf-Trends und der aktuellen Legalisierungsdebatte sind die Österreicher*innen aber eher zurückhaltend, was den Siegeszug von Cannabis betrifft. In der Gesamtbevölkerung kann sich nur rund ein Viertel vorstellen, in ein Cannabis Start-Up zu investieren, unter den Millennials und der Generation Z immerhin rund ein Drittel. 

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