Vana/Neßler zum Welttag gegen Kinderarbeit: Schluss mit Ausbeutung von Kindern und Umwelt | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Vana/Neßler zum Welttag gegen Kinderarbeit: Schluss mit Ausbeutung von Kindern und Umwelt

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„Millionen von Menschen sind weltweit von Zwangsarbeit betroffen, davon auch sehr viele ungeschützte Kinder – das muss mit allen Mitteln bekämpft werden. Europa als zweitgrößter Wirtschaftsraum der Welt hat hier die Verantwortung, dass unser Konsum nicht länger zur Ausbeutung von Kindern weltweit führt. Daher brauchen wir auch gesetzliche Rahmenbedingungen, um der ausbeuterischen, gefährlichen und schädlichen Kinderarbeit ein Ende zu setzen“, sagen Monika Vana, Delegationsleiterin der österreichischen Grünen im Europaparlament, und Barbara Neßler, Kinder- und Jugendsprecherin der Grünen im Parlament, zum internationalen Tag gegen Kinderarbeit am 12. Juni.

„Die Europäische Kommission hat auf Drängen des Europaparlaments vergangenes Jahr im Herbst endlich einen Gesetzesvorschlag für eine Verordnung über ein Verbot von in Zwangsarbeit hergestellten Produkten auf dem Unionsmarkt vorgestellt. Das ist längst überfällig, als EU tragen wir Verantwortung dafür, was wir importieren und konsumieren. Darüber hinaus haben wir uns, als Europaparlament im Mai für ein strenges Lieferkettengesetz ausgesprochen. Dieses ist wegweisend und soll ökologischer und sozialer Ausbeutung in unseren Lieferketten einen Riegel vorschieben. Die EU übernimmt endlich Verantwortung für die globalen Auswirkungen unseres Handelns. Verbraucher:innen sollen darauf vertrauen können, dass in Zukunft keine Produkte mehr im Regal stehen, die Mensch oder Umwelt ausbeuten. In den anstehenden Verhandlungen mit dem Rat werden wir Grünen/EFA die starke Position des EU-Parlaments verteidigen, damit das Gesetz nicht zu einem Feigenblatt für Unternehmen wird“, unterstreicht Vana.

Auch Neßler begrüßt die Initiativen auf EU-Ebene: „Der Beschluss des EU-Parlaments ist eine starke Positionierung zum Schutz von Mensch und Klima – auch über die Grenzen Europas hinaus. Kinderarbeit bedeutet brutale Ausbeutung. Millionen Kinder müssen täglich für ihr Überleben und unseren Wohlstand unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten. Die körperliche wie auch psychische Gesundheit der Kinder wird dabei für den Profit Weniger mit Füßen getreten. Das darf im 21. Jahrhundert nicht mehr möglich sein und daher bin ich froh, dass nun endlich gehandelt wird. Die Einhaltung von Menschen- und Kinderrechten und ein Stopp der Umweltzerstörung dürfen nicht länger nur an freiwilligen Vereinbarungen hängen. Nur miteinander, über Partei- und Nationengrenzen hinweg, können wir die Konzerne in die Pflicht nehmen und der Ausbeutung von Kindern und der Umwelt ein Ende bereiten.“

Vana verweist einmal mehr auf die Ergebnisse der Konferenz zur Zukunft Europas: „Die Bürger:innen haben in der Zukunftskonferenz klar gefordert, dass die EU die ethische Dimension in den Handelsverträgen stärken muss, zum Beispiel durch Einfuhr- und Verkaufsbeschränkungen für Produkte aus Ländern, die Zwangs- und Kinderarbeit zulassen, eine regelmäßig aktualisierte schwarze Liste von Unternehmen und die Sensibilisierung der Verbraucher:innen für das Thema Kinderarbeit durch Informationen, die über offizielle EU-Kanäle verbreitet werden.”

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