ORF-„matinee“ am Pfingstmontag: „Vermeer – Jenseits der Zeit“, Doku über „Bachs Brandenburgische Konzerte“ | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

ORF-„matinee“ am Pfingstmontag: „Vermeer – Jenseits der Zeit“, Doku über „Bachs Brandenburgische Konzerte“

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Wien (OTS) – Musik und Kunst für die Ewigkeit: Die „matinee am Feiertag“ stellt am Pfingstmontag, dem 29. Mai 2023, um 9.05 Uhr in ORF 2 zunächst in der Produktion „Vermeer – Jenseits der Zeit“ den niederländischen Barockmaler anlässlich der erfolgreichen Ausstellung im Amsterdamer Rijksmuseum in den Mittelpunkt. Danach huldigt die Dokumentation „Musik für die Ewigkeit – Bachs Brandenburgische Konzerte“ (10.00 Uhr) der musikalischen Brillanz des Komponisten Johann Sebastian Bach anhand der gleichnamigen Werke. Zum Abschluss des von Teresa Vogl präsentierten ORF-Kulturvormittags würdigt das Filmporträt „Salzburgs First Lady – Helga Rabl-Stadler“ (10.55 Uhr) die ehemalige langjährige Präsidentin der Salzburger Festspiele zu ihrem 75. Geburtstag.

„Vermeer – Jenseits der Zeit““ (9.05 Uhr)

Er gilt als Meister des Lichts und wenn seine Gemälde ausgestellt werden, sind die Menschenschlangen davor lang: Johannes Vermeer, einer der beliebtesten und zugleich geheimnisvollsten Maler der Kunstgeschichte. Sein Werk besteht aus intimen Malereien, in denen sich die Hauptfigur einer alltäglichen Tätigkeit widmet. Obwohl seine Gemälde wie „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ oder „Dienstmagd mit Milchkrug“ heute Teil des kollektiven Gedächtnisses sind, war Vermeer lange Zeit in Vergessenheit geraten. Wie konnte es dazu kommen und wer war dieser Mann, der stets als Einzelgänger dargestellt wurde? Für seinen Dokumentarfilm wählte der französische Filmemacher Jean-Pierre Cottet einen fantasievollen und sensiblen Ansatz, der sich auf Vermeers Werk selbst konzentriert. Aber auch sein Familienleben, einschließlich Konvertierung zum Katholizismus, seine künstlerischen Zeitgenossen und das Goldene Zeitalter der Niederlande im 17. Jahrhundert werden beleuchtet.
Vermeers Tod im Jahr 1675 kam überraschend. Von Armut überwältigt, körperlich geschwächt und gedemütigt, starb er im Alter von 45 Jahren. Seine Meisterwerke musste die Familie kurz nach seinem Tod verkaufen, um die Schulden zu bezahlen. Damit verschwand Vermeers Kunst aus Delft und auch aus dem kollektiven Gedächtnis. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurden der niederländische Meister und sein Werk wiederentdeckt.

„Musik für die Ewigkeit – Bachs Brandenburgische Konzerte“ (10.00 Uhr)

Die Brandenburgischen Konzerte von Johann Sebastian Bach zählen zu den genialsten Musikstücken, die das Barock zu bieten hat: Jedes der sechs Konzerte ist ein Meisterwerk, jedes eine Reise in ein eigenes musikalisches Universum. Die Benennung des sechsteiligen Zyklus geht auf Bachs Widmung an den Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg-Schwedt zurück, den er bei einem Besuch in Berlin kennengelernt hatte. Das Widmungsexemplar trägt das Datum vom 24. März 1721, entstanden sind die Konzerte aber vermutlich schon früher. Mit 32 Jahren kam Bach als Kapellmeister an den Hof von Köthen. Sein Dienstherr, Fürst Leopold von Anhalt-Köthen, leistete sich hier ein exzellentes Orchester, mit dem Bach seine technisch äußerst anspruchsvollen Kompositionen verwirklichen konnte.
Die Flötistin Ana de la Vega gehört zu den schillernden Persönlichkeiten einer jungen zeitgenössischen Musikergeneration. Fasziniert von Bach begab sie sich für die anlässlich des 300. Jubiläums der Brandenburgischen Konzerte entstandene Dokumentation von Andreas Morell auf die Suche nach Geschichte und musikalischen Besonderheiten seiner Werke und wurde in Leipzig, Weimar, Köthen und Berlin fündig. Weitere Mitwirkende sind Alexander Sitkovetsky, Ramón Ortega Quero, Cyrus Allyar, Johannes Berger und das Württembergische Kammerorchester Heilbronn.

„Salzburgs First Lady – Helga Rabl-Stadler“ (10.55 Uhr)

Sie ist bodenständig, bewegt sich dennoch gekonnt am internationalen Parkett und liebt sämtliche Formen der Kunst. Mehr als ein Vierteljahrhundert war die gebürtige Salzburgerin Helga Rabl-Stadler nicht nur Präsidentin der Salzburger Festspiele und damit eines der größten Hochkultur-Festivals der Welt, sondern der Kultur und Kulturschaffenden in ihrer Gesamtheit. Anlässlich ihres 75. Geburtstags bietet das Filmporträt von Thomas Schmiedle berufliche wie private Einblicke in das Leben dieser außergewöhnlichen Frau, etwa aus ihrer Zeit als Modeunternehmerin. Viele Archivausschnitte untermalen die Stationen einer einzigartigen Karriere. Vor ihrer Zeit als Festspielpräsidentin war die promovierte Juristin in vielen wichtigen Positionen eine von wenigen Frauen. Sie arbeitete als eine der ersten Journalistinnen im Politikressort einer großen österreichischen Tageszeitung, war Präsidentin der Salzburger Wirtschaftskammer und als junge Nationalratsabgeordnete im Parlament tätig. Auch in den Jahren nach ihrer Festspiel-Präsidentschaft wird Helga Rabl-Stadlers kulturelle und wirtschaftliche Expertise national wie international hochgeschätzt.

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