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Innovation und Wettbewerbsfähigkeit: wie Digitalisierung Chancen für Wohlstand schafft

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Nach fast fünf Jahrzehnten digitaler Revolution wächst die Zahl der damit einhergehenden Innovationen weiter. Dabei hat der technische und organisatorische Wandel vielschichtige Auswirkungen auf Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft. Zu den ökonomischen Auswirkungen zählen Produktivität, Wachstum und Beschäftigung, Einkommen und Verteilung – und damit die Wettbewerbsfähigkeit ganzer Volkswirtschaften. 

Mit seiner ÖAW-STATISTIK AUSTRIA-LECTURE zum Thema „Innovation und Wettbewerbsfähigkeit: Wie Digitalisierung Chancen für Wohlstand schafft“ setzt Dietmar Harhoff, Direktor am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb und Professor für Entrepreneurship und Innovation an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, heute die Vortragsreihe von Statistik Austria und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) fort und spricht über die Auswirkungen der Digitalisierung auf Produktivität und Innovation.  

Künstliche Intelligenz leitet neue Phase der Digitalisierung ein 

„Wie sich Digitalisierung auswirkt, hängt stark von Komplementärfaktoren ab, wie von der Unternehmensorganisation und -kultur. Unternehmen, die im Vergleich zu Wettbewerbern früh digitalisieren, können erhebliche Vorteile für ihre Marktposition erarbeiten. Für die Wettbewerbsaufsicht stellt die Digitalisierung eine erhebliche Herausforderung dar, da sie Marktmacht von Unternehmen verstärken kann. Mit den nunmehr verfügbaren Verfahren der Künstlichen Intelligenz ist eine neue Phase der Digitalisierung eingeleitet worden. In den letzten Monaten ist die Leistungsfähigkeit der neuen Systeme klar geworden. Mit ihrem Einsatz können für Unternehmen starke Produktivitätsgewinne einhergehen, allerdings werden gerade große Sprachmodelle wie ChatGPT auch neue Herausforderungen, z. B. in den Arbeitsmärkten, schaffen. Die Politik muss einerseits für eine zügige Digitalisierung der öffentlichen Dienstleistungen sorgen, gleichzeitig aber auch den Strukturwandel durch geeignete Bildungsangebote abfedern“, fasst der Vortragende Dietmar Harhoff zusammen. 

Statistische Daten wichtig für evidenzbasierte Entscheidungen 

ÖAW-Präsident Heinz Faßmann sagt im Vorfeld der Veranstaltung: „Die aktuelle ÖAW-STATISTIK AUSTRIA-LECTURE beschäftigt sich damit, wie Digitalisierung und wachsender Wohlstand in Zusammenhang stehen. Um evidenzbasierte Entscheidungen in diesem Bereich treffen zu können, ist es wesentlich, die Auswirkungen des technischen Wandels auf Einkommen und Verteilung zu untersuchen und zu kennen. Ich freue mich, dass für dieses wichtige Thema mit Dietmar Harhoff ein ausgewiesener Experte auf diesem Gebiet gewonnen werden konnte.“ 

Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas hebt hervor: „Die wachsenden Datenmengen aufgrund der digitalen Revolution bringen große Chancen mit sich, wenn es auf Basis einer besseren Datenlage gelingt, Maßnahmen für mehr ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit und die Überwindung von Krisen zielsicherer und effizienter zu gestalten. Allerdings haben die Corona-Pandemie und die Inflations- und Energiepreisekrise abermals gezeigt, dass bei der Datenlage in Österreich weiterhin ‘Luft nach oben‘ besteht. Der EU-Data Governance Act, der bis 24. September 2023 auch in Österreich umgesetzt werden muss, sollte als Chance für Verbesserungen genutzt werden.“ 

Über Dietmar Harhoff 

Dietmar Harhoff ist Direktor am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb und Professor für Entrepreneurship und Innovation an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Innovation, Entrepreneurship, geistiges Eigentum und Industrieökonomik. Er arbeitet mit Methoden der empirischen Wirtschaftsforschung, insbesondere Ökonometrie und Statistik. Nach seiner Ausbildung zum Diplomingenieur im Fach Maschinenbau an der Universität Dortmund war er als Forschungsingenieur in Großbritannien und Deutschland tätig. Anschließend absolvierte er ein Masterstudium an der Harvard University und promovierte am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Nach seiner Habilitation im Fach Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim trat er seine Position als Universitätsprofessor an der LMU an und leitete bis 2013 dort das Institut für Innovationsforschung, Technologiemanagement und Entrepreneurship. Seine Forschungsergebnisse wurden in zahlreichen Artikeln in hochrangigen Fachzeitschriften publiziert. Dietmar Harhoff ist als wissenschaftlicher Berater für eine Reihe von öffentlichen und privaten Organisationen tätig.  

ÖAW-Statistik Austria-Lectures 

Ziel der ÖAW-Statistik Austria-Lectures ist es, Trends und Fragen angewandter Statistik im Blick auf gesellschaftliche Herausforderungen zu beleuchten und neue Impulse im Dialog zwischen Wissenschaft und Statistik zu setzen, um so die empirische Forschung am Wissenschaftsstandort Österreich zu stärken und die Grundlagen evidenzbasierter Politikgestaltung zu verbessern. Im Rahmen der Vortragsreihe stellen jeweils internationale Gastvortragende Top-Forschungsarbeiten mit Daten von Statistikinstitutionen beziehungsweise Innovationen in der Statistik vor. 

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung an OEAW_STAT@statistik.gv.at.

ÖAW-STATISTIK AUSTRIA-LECTURE zur Wirkung von Innovationen auf die Wohlstandsentwicklung

„Innovation und Wettbewerbsfähigkeit: Wie Digitalisierung Chancen für Wohlstand schafft“
Vortragender: Dietmar Harhoff (Direktor am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb, Professor für Entrepreneurship und Innovation an der Ludwig-Maximilians-Universität in München)

Datum: 09.05.2023, 18:00 – 20:00 Uhr

Ort: Statistik Austria
Guglgasse 13, 1110 Wien, Österreich

Url: https://www.oeaw.ac.at/detail/veranstaltung/wie-digitalisierung-chancen-fuer-wohlstand-schafft

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1 Kommentar
  1. Kate Flor sagt

    As part of the lecture series, international guest speakers present top research papers with data from statistical institutions or innovations in statistics. | factoring company

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