ORF-DialogForum: „QUO VADIS österreichischer Film?“
Wien (OTS) – Der ORF als größter Auftraggeber der heimischen Film-und Fernsehwirtschaft investiert jedes Jahr rund 100 Millionen Euro in den Film- und Produktionsstandort Österreich. Grund genug, in einem ORF-DialogForum zu diskutieren: Was macht den „österreichischen Film“ eigentlich aus? Was unterscheidet öffentlich-rechtliche Filmproduktion von kommerzieller? Und wie sieht die Zukunft des österreichischen Films aus? Die Debatte mit den Expertinnen und Experten fand am 15. März 2023 im ORF RadioKulturhaus statt – eine Aufzeichnung der Veranstaltung wird am Mittwoch, dem 22. März, um 23.55 Uhr in ORF III ausgestrahlt.
Kurt Brazda, Filmregisseur: „Der ORF muss sein öffentlich-rechtliches Programm erweitern. Der ORF und die Filmschaffenden sind schließlich voneinander abhängig.“
Sebastian Höglinger, „Diagonale“-Geschäftsführer: „Der ORF könnte ruhig mehr stolz sein auf sein üppiges Angebot. Vieles, das der ORF kann und macht, ist einzigartig, das können weder private Anbieter noch Streaming-Plattformen.“
Katharina Schenk, ORF-Fernsehfilm: „Der ORF braucht mehr Rechte für den digitalen Raum. Außerdem müssen sich die Öffentlich-Rechtlichen im deutschen Sprachraum zusammenschließen, um große Projekte finanzieren zu können.“
John Lueftner, Präsident der „Association of Austrian Filmproducers“:
„Der heimische Film ist und bleibt ein sinn- und identitätsstiftender Wirtschaftszweig. Die großen Streaming-Anbieter interessieren sich nicht für unsere Geschichten.“
Arash T. Riahi, Präsident der „Akademie des Österreichischen Films“:
„Der österreichische Film steht sehr gut da. Viele Menschen kennen Österreich durch Filme auf Festivals. Das ist eine ganz tolle Tourismuswerbung.“
Clara Stern, Filmregisseurin: „Das Problem des österreichischen Films ist, dass die beteiligten Berufsgruppen elitär sind. Das führt zu elitären Sichtweisen. Die Zugänge zur Ausbildung müssen sich öffnen.“
Michael Petzl, Landesschulsprecher: „Wie schon angesprochen wurde, bei den Kanälen, die wir aktuell verwenden: Das ist vereinfacht gesagt on demand. Ich möchte das schauen, was ich möchte, wann ich es möchte und auch wo ich es möchte.“
Katharina Settele, Schauspielerin: „Ich bin natürlich für eine möglichst hohe Filmförderung, deshalb sehe ich eine Kürzung der Mittel für den ORF als falschen Weg.“
Moderiert wurde das ORF-DialogForum von Klaus Unterberger, ORF Public Value.
Das ORF-DialogForum ist eine Initiative des ORF, um das Gespräch mit seinem Publikum, den österreichischen Institutionen, den Organisationen und Gruppen der Gesellschaft zu beleben.
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