Enge Kooperation zwischen Polizei und Gewaltschutzzentren lässt Vorfälle wie den Mord in Wien nicht verhindern | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Enge Kooperation zwischen Polizei und Gewaltschutzzentren lässt Vorfälle wie den Mord in Wien nicht verhindern

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Rund 15.000 Betretungs- und Annäherungsverbote wurden im letzten Jahr von der Polizei nach einem Gewaltvorfall verhängt. Die Gewaltschutzzentren müssen von jedem Betretungs- und Annäherungsverbot informiert werden. Mit jedem Opfer wird unmittelbar nach dem Vorfall Kontakt aufgenommen und juristische und psychosoziale Unterstützung angeboten. Wenn es zu strafrechtlich relevanten Vorfällen gekommen ist, wird eine Anzeige erstattet bzw. Untersuchungshaft verhängt. „Die Erhöhung der Sicherheit des Opfers steht in der Kooperation zwischen den Gewaltschutzzentren, der Polizei und der Justiz immer im Vordergrund“ sagt Marina Sorgo, Bundesverbandsvorsitzende der österreichischen Gewaltschutzzentren. „Die Gewaltschutzzentren pflegen seit mehr als 25 Jahren eine enge Kooperation mit der Polizei und der Justiz. Forderungen nach einer besseren Zusammenarbeit sind daher entbehrlich." 

Auch die letzten Reformen der Regierung haben den Opferschutz durch die verpflichtende Beratung für weggewiesene Personen und den Einsatz von sicherheitspolizeilichen Fallkonferenzen in Österreich vorangebracht.“

Wenn die Polizei und die Gewaltschutzzentren zum Einsatz kommen, ist meist schon viel passiert. „Die meisten Menschen werden nicht von einem Tag auf den anderen gewalttätig. Prävention muss daher schon im frühkindlichen Alter und auf breiter Ebene ansetzen. Je früher Hilfe angeboten wird, desto eher lässt sich Gewalt in den Familien vermeiden“, so Sorgo. Frühe Hilfen durch die Kinder- und Jugendhilfe, Familienbetreuung oder Programme der ÖGK müssten noch mehr zum Einsatz kommen.

All diese Maßnahmen sind hilfreich und notwendig, neben niederschwelliger Information, wohin Betroffene sich jederzeit vertrauensvoll wenden können.  

Sorgo: „Über 23.500 Personen wurden in den Gewaltschutzzentren im vergangenen Jahr österreichweit beraten. Ca. 1-2 % der Fälle waren Hochrisikofälle. An jedem Fall arbeiten wir mit ganzem Einsatz und der größtmöglichen Unterstützung der Polizei."

Kontaktdaten:

Gewaltschutzzentren Österreichs: 0800/ 700 217

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