Vorbereitung auf die Berufs-EM: Österreich stellt das größte Team Europas | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Vorbereitung auf die Berufs-EM: Österreich stellt das größte Team Europas

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Der Startschuss für das österreichische Skills-Jahr 2023 ist gefallen: Mit dem ersten Teamseminar in Linz hat sich das Team Austria formiert und auf die kommenden Herausforderungen vorbereitet. Mit insgesamt 52 Fachkräften aus allen neun Bundesländern stellt Österreich das größte Team im europäischen Vergleich. Aus Oberösterreich kommt mit 13 Teammitgliedern das größte Kontigent, dicht gefolgt von der Steiermark (neun Teilnehmer) und dem achtköpfigen Team aus der Bundeshauptstadt (Details siehe unten).

„Die österreichischen Fachkräfte zählen seit Jahren wiederkehrend zu den Besten Europas. Sie tragen die ausgezeichnete heimische Berufsbildung mit viel Leidenschaft und Engagement in die Welt hinaus. Ich bin überzeugt, dass sie auch in Danzig ihre Spitzenklasse unter Beweis stellen werden. Dafür sorgen wir mit unserer Unterstützung bei der entsprechend akribischen Vorbereitung auf das internationale Event in Polen“, erklärt Leo Jindrak, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Oberösterreich (WKOÖ).

Botschafter für Berufsausbildung

Dem drittgrößten Bundesland kommt eine besondere Rolle zu: Oberösterreich ist nicht nur Gastgeber des ersten Teamseminars, sondern auch Lehrlingsbundesland Nummer eins in Österreich. „Jeder zweite Jugendliche in Oberösterreich absolviert eine Lehre. Damit stellt die duale Ausbildung die mit Abstand größte Ausbildungsschiene in unserer Bildungslandschaft dar“, erklärt Jindrak. Nicht ohne Grund seien Fachkräfte auf Basis einer Lehrlingsausbildung „die am meisten nachgefragte Mitarbeitergruppe“, so der WKOÖ-Vizepräsident. Er betont: „Unsere Skills-Teilnehmer 2023 sind die besten Botschafter für die Ausbildung und beweisen: Die Entscheidung für die Berufsbildung ist goldrichtig.“

Europäischer Wettbewerb in Österreich

Von insgesamt 44 Bewerben finden 39 im Rahmen der Berufseuropameisterschaft in Danzig statt. Die restlichen fünf Berufe (Betonbau, Glasbautechnik, Industrie 4.0, Speditionslogistik und Einzelhandel) werden – aufgrund zu geringer Anmeldungen für EuroSkills in Danzig – außerhalb von Polen als eigenständige Berufseuropameisterschaften, unabhängig von WorldSkills Europe, durchgeführt.

Während die Glasbautechniker in Frankreich gastieren, wird für die verbleibenden Bewerbe eine Lösung in Österreich angestrebt. Zur Diskussion steht eine Austragung im Rahmen der österreichischen Staatsmeisterschaften, den „AustrianSkills“, im Herbst 2023. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, den Profis der genannten Berufe einen europäischen Wettbewerb auf österreichischem Boden und nach internationalem Standard zu ermöglichen. Es ist uns eine Herzensangelegenheit, diese Bewerbe auf einem Spitzenniveau fortzusetzen. ‚Austrian Skills‘ liefern dafür eine perfekte Bühne“, sagt Jürgen Kraft, Geschäftsführer von SkillsAustria und offizieller Delegierter für EuroSkills 2023.

Der Skills-Austria-Entscheidungsträger spielt damit auch auf die massiv angewachsenen Rahmenbedingungen der österreichischen Staatsmeisterschaft an: Erstmals in der AustrianSkills-Geschichte werden mehr als 50 Wettbewerbsberufe ausgetragen, wo rund 450 der besten österreichischen Fachkräftetalente um ein Ticket für die übernächsten internationalen Wettbewerbe, WorldSkills 2024 in Frankreich und EuroSkills 2025 in Dänemark, kämpfen.

Fotos (Credit: Skills Austria/Florian Wieser)

Team Austria mit SkillsAustria-GF Jürgen Kraft und WKOÖ-Vizepräsident Leo Jindrak (hier)

  • Teilnehmer:innen aus Kärnten (hier)
  • Teilnehmer:innen aus Niederösterreich (hier)
  • Teilnehmer:innen aus Oberösterreich (hier)
  • Teilnehmer:innen aus Salzburg (hier)
  • Teilnehmer:innen aus Steiermark (hier)
  • Teilnehmer:innen aus Tirol (hier)
  • Teilnehmer:innen aus Vorarlberg (hier)
  • Teilnehmer:innen aus Wien (hier)
  • Zu den einzelnen Teilnehmerfotos (hier)

Alle Bundesländer-Teilnehmer  im Überblick

13 Oberösterreicher wollen Edelmetall

Gleich 13 Teilnehmer stellt Oberösterreich: Anlagenelektriker Lukas Frühwirth aus Schwertberg und Spengler Rene Krumphuber aus Pettenbach ritterngenauso wie Bäckerin Julia Kusel aus Pennewang und Floristin Sandra Berger aus Niederwaldkirchen um Gold in Danzig, während das Betonbau-Duo David Friedl und Lukas Ritzberger (aus Narrn bzw. aus Perg) wohl im Zuge einer „Europa Competition“ in Österreich um Edelmetall betoniert. Gecoacht werden die beiden übrigens von Weltmeister-Macher Thomas Prigl aus Wien. Im Teamberuf Entrepreneurship wollen Lukas Dragoste (St. Georgen bei Oberberg) und Christian Eberherr (aus St. Pantaleon) ihr Business-Know-how unter Beweis stellen. Kälte- und Klimatechniker Niklas Danninger (aus Herzogsdorf) holt sich seine Tipps für die EM bei Cousin und Vizeweltmeister Patrick Danninger, Koch Marco Panhölzl aus Peuerbach will die Jury mit neuen Kreationen und innovativen Rezepten ein- und die Konkurrenz weichkochen. Speditionslogistikerin Pamela Gorinjac aus Wels kämpft im Zuge der „Europa-Competition“ auf heimischen Boden um Edelmetall. Genauso wie Georg Buchner aus Steyregg und Elias Friesenecker aus Leopoldschlag: Das Industrie 4.0-Duo will – unter der Anleitung von Coach Dominik Pospisil – im Teamberuf zur Höchstleistung ansetzen.

Salzburger Duo träumt vom Europameister-Titel

Nach der WM ist vor der EM: Das gilt zumindest für Lisa Lintschinger. Die Tamswegerin geht nach der erfolgreichen WM (sie holte im Vorjahr in Helsinki ein „Medallion for Excellence“) nun gemeinsam mit der Steirerin Anna Maria Theurl (arbeitet im Burgenland bei Vossen) im Bewerb Mode-Technologie auf Medaillenjagd in Danzig. Auch Steinmetz Jakob Enzensberger aus Koppl und Zimmerer Andreas Putz aus Kuchl wollen aufs oberste Treppchen des polnischen Podiums.

Burgenland plant die Premiere

Berufspendlerin Anna Maria Theurl will Burgenland die erste Medaille bei Berufswelt- oder Europameisterschaften bescheren – und das als Steirerin: Die Grazerin arbeitet bei Vossen in Jennersdorf und schneidert gemeinsam mit Lisa Lintschinger (aus Tamsweg) im Teamberuf Mode-Technologie an der EM-Premiere.

Steirer wollen in Danzig reüssieren

Gleich neun steirische Teilnehmerinnen und Teilnehmer zählt das Team Austria 2023: Land- und Baumaschinentechniker Johannes Bojer aus Semriach kämpft mit Know-how von Coach Andreas Scharler in Danzig um Gold – genauso wie Teamkollege Jürgen Perhofer: Der Birkfelder von der Tischlerei Zottler schnitzt – mit beinhartem Training – am Europameistertitel. Glasbautechniker Philipp Pfeiler aus St. Anna am Aigen reist zur „Europa-Competition“ nach Frankreich, während Denise Gringl aus Studenzen an der Hotel-Rezeption die Beste Europas sein will. Patrick Kügerl aus Hausmannstätten und Thomas Stoiser aus St. Nikolai im Sausal wollen den Traum von EM-Gold im Teamberuf „Robot Systems Integration“ realisieren, Schweißer Alexander Pfleger will sich nach dem Vizestaatsmeistertitel nun den EM-Titel nach St. Jakob am Walde holen. Auch in Danzig am Start ist die Grazerin Anna Maria Theurl, die im Burgenland bei Vossen arbeitet. Gemeinsam mit Lisa Lintschinger (aus Tamsweg) will sie EM-Gold im Teamberuf Mode-Technologie.

Kärntner Quintett greift in Polen an

Fünf Kärntner gehen in Danzig in vier Bewerben an den Start: Der Finkensteiner Friseur Florian Käfer, der sich im Vorjahr beim internationalen Preisfrisieren die in der Branche renommierte „Goldene Rose“ sicherte, sowie Malerin Johanna Stabentheiner aus Liesing, die vom steirischen Maler-Weltmeister Christoph Pessl gecoacht wird. Im Teamberuf Mechatronik greift das Althofen-Duo Marcel Obersteiner und Lukas Unterhuber – beide arbeiten für Flextronics International – nach Edelmetall. Im Bewerb Restaurantservice will Bettina Veratschnig aus Keutschach, die im Parkhotel Pörtschach arbeitet, international für Furore sorgen.

Das sind die niederösterreichischen Teilnehmer

Vier Niederösterreicher finden sich im Team Austria 2023: Elektrotechniker Florian Steffek aus Melk wird für Spannung im Kampf um die Medaillen sorgen. Für EM-Erfolge in Danzig wollen auch Hochbauer Joachim Nimpf aus Rapottenstein und Lkw-Techniker Lukas Strauhs aus Himberg sorgen. Einzelhandelskauffrau Michelle Staufer aus Waidhofen an der Thaya kämpft mit internationalen Kontrahenten im Zuge eines europäischen Wettbewerbs – aller Voraussicht nach in Österreich – um Edelmetall. Paul Hilschler aus Wolkersdorf und Timon Schwarz aus Parbasdorf wollen im Teamberuf IT-Netzwerk- und Systemadministration aufs Podest, der St. Pöltner Lorenz Lammerhuber will bei den Elektronikern ganz an die europäische Spitze.

Vier Chancen auf Gold für Tirol

Vier “Young Professionals” aus Tirol wollen in der Hafenstadt Danzig reüssieren: Milan Stojakovic aus Wattens will Gold im Bewerb „Digital Construction“ erobern, während Felix Gärtner aus Telfs um Edelmetall im Beruf „Grafik Design“ rittert. Elias Krissmer aus Imst will Vollgas bei den Kfz-Technikern geben, Sanitär- und Heizungstechnikerin Julia Kirchner will Edelmetall mit nach Niederndorferberg nehmen.

Quintett aus dem „Ländle“

Eines der erfolgreichsten heimischen Bundesländer bei Berufseuropa- und Berufsweltmeisterschaften entsendet fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Aus Vorarlberg am Start sind in Danzig der CNC-Fräser Berkay Sahin von Möbelbeschlägehersteller Julius Blum, Fliesenleger Timo-Nils Theisl aus Lustenau und Maschinenbau-CAD-Spezialist Enes Kocabay aus Höchst – sowie das Gartengestaltungs-Duo Christoph Moosbrugger aus Hörbranz sowie Stefan Winder aus Bildstein.

Bundeshauptstadt mit starkem Aufgebot

Acht Wienerinnen und Wiener finden sich im Skills Austria-Team 2023: Elena-Milena Radu (aus dem 23. Bezirk in Wien) will im Beruf Schönheitspflege einen Erfolg verbuchen, während Viktor Haas (aus dem vierten Bezirk) bei den Stuckateuren und Trockenausbauern reüssieren will. Webentwickler Viktor Karpinski (vierter Bezirk) will seine WM-Erfahrungen aus 2022 nun in weitere Erfolge bei der Europameisterschaft verwandeln – genauso wie Teilnehmerkollegin Anna Saurer (erster Bezirk): Die Konditorin will sich ihren Polen-Aufenthalt mit Gold versüßen. Paul Hilschler und Timon Schwarz (beide von der HTL Wien 3 Rennweg) wollen im Teamberuf IT-Netzwerk- und Systemadministration aufs Podest, Elektroniker Lorenz Lammerhuber (von der TU Wien) kämpft so wie Bodenleger Emanuel Dietrichstein (aus dem elften Bezirk) gegen die harte internationale Konkurrenz um Edelmetall. (PWK024/HSP)

Weitere Bilder:  SkillsAustria | Flickr

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