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Disoski/Grüne begrüßt EU-Resolution, wonach Abtreibung ein Grundrecht werden soll

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Wien (OTS) – Nach der umstrittenen Entscheidung des US-Supreme Court vor zwei Wochen, das Recht auf Schwangerschaftsabbruch zu kippen, gelten nun in rund der Hälfte der Bundesstaaten folgenschwere medizinische Einschränkungen bis hin zu strikten Abtreibungsverboten. „Angesichts dieser für viele Frauen von Unsicherheit und Angst geprägten neuen Lebensrealität begrüße ich die heute in Straßburg angenommene Resolution, das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche in die Charta der Grundreche der Europäischen Union aufnehmen zu wollen. Das ist ein wichtiges politisches Zeichen in Zeiten eines weltweiten konservativen Backlash und eine wirkungsreiche Maßnahme, um das Selbstbestimmungsrecht von Frauen und ihr Recht auf sexuelle und reproduktive Gesundheit sicherzustellen“, kommentiert Meri Disoski, stellvertretende Klubobfrau und Frauensprecherin der Grünen.

„Denn wir wissen: Abtreibungen können nicht verboten, sondern nur sichere Abtreibungen verhindert werden. Frauen zu nötigen, Schwangerschaftsabbrüche illegal und dadurch unter gefährlichen Umständen durchzuführen, kann und wird für viele tödlich enden“, warnt Disoski und ergänzt: „Solche Verbote gefährden nicht nur die medizinische Grundversorgung von Frauen, sondern sprechen Frauen ihr Grundrecht ab, eine informierte Entscheidung über den eigenen Körper zu treffen.“

Doch auch in Österreich herrscht aktuell Handlungsbedarf. „Denn mit keiner einzigen Möglichkeit im Burgenland, Abtreibungen auf Wunsch durchführen zu lassen, und nur jeweils einem Gynäkologen in Vorarlberg und Tirol sind wir auch hierzulande im Jahr 2022 von einem niederschwelligen Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen, wie wir Grüne ihn befürworten, noch weit entfernt“, kritisiert die Frauensprecherin. Abtreibungen werden hingegen immer mehr zu einer sozialen Frage, weil Frauen mit hohen Kosten und langen Anfahrten in andere Bundesländer konfrontiert sind. „Die Blockaden konservativer Politikerinnen und Politiker gegen eine Versorgung über die Landeskrankenhäuser sind daher nicht nur völlig unverständlich, sie gefährden auch Frauenleben. Wir brauchen in Österreich endlich einen bundesweiten, niederschwelligen und damit sicheren Zugang zu Abtreibungen sowie eine Übernahme der Kosten durch die Sozialversicherung“, fordert Disoski abschließend.

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