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Mückstein: Sozialministerium forciert weiter Unterstützung für Alleinerziehende

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Wien (OTS) – „Die Regierung hat sich in ihrem Programm zum Ziel gesetzt, in dieser Legislaturperiode den Anteil von armutsgefährdeten Menschen zu halbieren. Alleinerziehende brauchen dabei eine besondere Unterstützung“, erklärt Sozialminister Wolfgang Mückstein. Eine im Auftrag des Sozialministeriums erstellte Studie zeigt nun, dass sich die Situation von Alleinerziehenden und deren Kindern im Zehn-Jahres-Vergleich merkbar verschlechtert hat. „Neben den Mehrfachbelastungen, die ihren Familien- und Arbeitsalltag erschweren, sind Familien von Alleinerziehenden mit erheblichen finanziellen Herausforderungen konfrontiert“, erläutert Mückstein. Der Minister forciert daher die Unterstützung von Alleinerziehenden:
2,8 Millionen Euro stehen für Projekte zur Verfügung.

Die vom Sozialministerium beauftragte Studie „Armutsgefährdung und soziale Ausgrenzung von Ein-Eltern-Haushalten in Österreich“ von Karin Heitzmann und Astrid Pennerstorfer vom Institut Economics of Inequality der Wirtschaftsuniversität zeigt: Alleinerziehende sind deutlich häufiger armutsgefährdet oder sozial ausgegrenzt als Mitglieder anderer Haushaltstypen. 2019 waren fast die Hälfte (46%) der Mitglieder von Ein-Eltern-Haushalten von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. Das ist eine fast dreimal höhere Betroffenheit als im österreichischen Durchschnitt (17%). Mit konkreten Unterstützungsangeboten will der Sozialminister gezielt gegensteuern. ****

Das Sozialministerium finanziert aus Mitteln der COVID 19 Armutsbekämpfung eine Reihe an Projekten, die Alleinerziehenden und ihren Kindern Unterstützung anbieten. Aktuell werden rund 2,8 Mio. Euro für mehrere Förderprojekte zur Verfügung gestellt. Inhaltliche Schwerpunkte und Ziele der fünf geförderten Projekte sind u.a.

  • Unterstützung und Entlastung im Alltag (z.B. Kinderbetreuung, Lernhilfen, Hilfe im Haushalt, Einkaufsdienste)
  • Bedarfsorientierte Unterstützung von Alleinerziehenden in Notsituationen (z.B. Verbesserung der Wohnsituation)
  • Eine online Vernetzungs- und Informationsdrehscheibe
  • Kostenlose rechtliche und psychosoziale Beratungs- und Interventionsgespräche (z.B. bei Scheidung, Unterhalt)
  • Maßnahmen gegen soziale Isolation (Freiwillige als
    Begleiter:innen bei Ämtern, Behörden, in Gesundheitseinrichtungen etc.) und dadurch weniger Ängste, Stress und psychosozialer Druck bei Terminen

Ein Beispiel für die vielfältigen Unterstützungsangebote ist das Projekt „Schnelle Hilfen für Alleinerziehende“ der Österreichischen Plattform für Alleinerziehende. Mit diesem niederschwelligen Angebot sollen durch die COVID19-Krise hervorgerufene zusätzliche Belastungen durch Unterstützung im Alltag abgefedert werden – etwa durch Haushaltshilfen, Nachhilfestunden für die Kinder oder Hilfe bei der Alltagsbewältigung.

Das Projekt „Hilfe für Alleinerzieher*innen“ des Vereins Feministische Alleinerzieherinnen (FEM.A) unterstützt ebenfalls bei den zunehmend schwierigen Herausforderungen: Hier liegt der Fokus auf psychosoziale Entlastung der Mütter im Zusammenhang mit Pflegschafts-, Scheidungs- und Unterhaltsverfahren – vor allem in Form von Interventionsgesprächen und rechtlichen Beratungen. Darüber hinaus stehen z.B. auch Empowerment, Vernetzung und Förderung des Erfahrungsaustausches im Mittelpunkt der Projektmaßnahmen.

„Neben der Akuthilfe in der Krise, ist auch das Programm „Frühe Hilfen“ ein wichtiger Beitrag, um Chancen auf gute Lebensbedingungen von Anfang an zu verbessern“, betonte Mückstein: „Sie zielen darauf ab, Entwicklungsmöglichkeiten von Familien und Kindern frühzeitig zu verbessern und helfen in schwierigen Situationen – sei es finanzieller, sozialer oder gesundheitlicher Natur. Derzeit arbeiten wir an einem flächendeckenden und bedarfsgerechten Ausbau in ganz Österreich.“

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