SPÖ-Vollath: Jesidische Minderheit braucht internationale Hilfe
Wien (OTS/SK) – Morgen jährt sich der Völkermord an der jesidischen Minderheit zum siebten Mal. SPÖ-EU-Abgeordnete Bettina Vollath erinnert: „Am 3. August 2014 hat der sogenannte Islamische Staat Shingal im Nordirak überfallen. Nur wenigen gelang die Flucht, tausende Jesid*innen wurden ermordet, verschleppt und versklavt. Heute geht man von ca. 5000 Todes- und 7000 Entführungsopfern aus, 400.000 Jesid*innen wurden aus ihrer Heimat vertrieben. An diese Verbrechen müssen wir jedes Jahr aufs Neue erinnern und immer wieder fordern, dass endlich echte Hilfe geleistet wird.“ ****
„Obwohl der Genozid von der UN schon lange anerkannt wird, braucht die humanitäre und rechtliche Lage der Jesid*innen noch viel mehr Aufmerksamkeit und konkrete internationale Hilfe. Das bedeutet einerseits Unterstützung für die Opfer, aber auch Strafverfolgung der Täter*innen. Tatsächlich sind die Massengräber bis heute nicht exhumiert, obwohl so wichtige Beweise für Kriegsverbrechen sichergestellt werden könnten“, kritisiert Vollath. „Auch die EU und ihre Mitgliedstaaten müssen hier noch viel mehr leisten, indem sie humanitäre Aufnahmeprogramme und psychologische Hilfe für die Hinterbliebenen organisieren.“ (Schluss) sc
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