Deutsch: Skandal um Hygiene Austria zieht immer weitere Kreise – Kanzler darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen
Wien (OTS/SK) – Der Skandal um den Maskenimporteur Hygiene Austria zieht immer weitere Kreise. Heute wurde bekannt, dass eingesetzte LeiharbeiterInnen nicht bei der Sozialversicherung gemeldet waren und anscheinend gar nicht bzw. unter den vorgeschriebenen Kollektivverträgen entlohnt wurden. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch fordert in dieser Causa „volle Aufklärung“, denn die Fäden von Hygiene Austria reichen direkt ins Kanzleramt. „Es kann nicht sein, dass sich Kanzler Kurz schon wieder aus der Affäre stiehlt und jegliche Verantwortung im Täuschungsskandal beiseiteschiebt“, sagt Deutsch, der daran erinnert, dass das Kanzleramt dem Skandal-Unternehmen laut Medienberichten enorme Aufträge zuschanzen wollte. ****
„Von Anfang an war das Unternehmen Hygiene Austria von Seiten der ÖVP nicht nur gut gelitten, sondern es wurde auch tatkräftig unterstützt“, so Deutsch, der auf die „engen Verbindungen der Unternehmensführung ins direkte Umfeld des Kanzlers und eine eingesetzte PR-Agentur mit tief türkisem Anstrich“ verweist. „Dass diese türkisen Netzwerke in Zeiten der Rekordarbeitslosigkeit nicht nur das Geschäft ihres Lebens gemacht haben, sondern auch die Gesundheit der Menschen durch möglicherweise minderwertige Masken gefährdet haben, ist inakzeptabel“, so Deutsch, für den die Vorwürfe rund um „Lohn- und Sozialdumping beim Umetikettieren der China-Masken den Gipfel des Eisbergs“ darstellen.
Die türkisen MinisterInnen und die niederösterreichische Landeshauptfrau haben dem Skandal-Unternehmen nicht nur tatkräftig unter die Arme gegriffen, der Kanzler hat sich in einer Videobotschaft auch für das „Verantwortungsbewusstsein der Unternehmen im Namen der Republik“ bedankt. „Das ist angesichts der jüngsten Enthüllungen ein Affront der Sonderklasse“, so Deutsch, der auf einen aktuellen ORF-Bericht verweist, demzufolge die mutmaßlichen Betrügereien schon wesentlich früher mit einfachen MNS-Masken begonnen haben dürften. Für den SPÖ-Bundesgeschäftsführer ist klar:
„Es braucht faire Löhne für faire Arbeit – gerade in der Krise. Und einen Kanzler, der die politischen Konsequenzen für seine Worte und seine Taten übernimmt!“ (Schluss) ls/bj
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