Drobits: „Verstärkte Cyber-Defense für den Tatort Internet ist überfällig!“
Wien (OTS/SK) – Aufgrund des Verdachts, dass eine große Menge von Adressen bzw. Bankkonto-Daten der GIS-GebührenzahlerInnen ins Darknet gelangt sind, laufen Ermittlungen vom Cyber Crime Competence Center (C4) des Bundeskriminalamts mit Unterstützung des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT). „Datendiebstahl und Cyberkriminalität stehen mittlerweile scheinbar auf der Tagesordnung. Diese Delikte stiegen laut letztem Sicherheitsbericht um 45 Prozent – Tendenz durch die Corona-Krise massiv steigend. Solche Fälle dürfen uns nicht mehr über Nacht überraschen, sondern wir müssen uns rüsten und dem mit einem robusten Schutzschild entgegentreten“, so SPÖ-Datenschutzsprecher Christian Drobits am Donnerstag. ****
Die vom SPÖ-Datenschutzsprecher initiierte außerordentliche Sitzung des Datenschutzrates, die noch im Juni stattfinden wird, muss sich neben den aktuellen Datenschutz-Herausforderungen rund um die COVID-19 Schnellgesetze auch mit der allgegenwärtigen Bedrohung der Cyberkriminalität und des dazugehörigen Datenschutzes beschäftigen. „Momentan wirkt es so, als ob unser Datennetz löchrig wäre wie Schweizer Käse. Zuerst die klaffenden Lücken in der Ergänzungsregisterverordnung, und nun finden sich die Daten tausender GIS-GebührenzahlerInnen im Netz. Wir müssen genau hinschauen: Wie ist unsere Cybercrime-Defense personell aufgestellt? Haben wir ein ausreichendes Aufklärungs- und Präventionssystem? Wir müssen verhindern, dass sich ständig schwerwiegende Lücken auftun und Daten der Bevölkerung im Netz kursieren. Datenschutz darf nicht mit Füßen getreten werden – der Schutz unserer persönlichen Daten ist nicht verhandelbar“, schloss Drobits. (Schluss) ls/PP
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. SPÖ-Parlamentsklub