COBIN claims: Start der Sammelklagen-Aktion „dieselklage.at“ im VW-Dieselskandal, erste Sammelklage eingebracht | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

COBIN claims: Start der Sammelklagen-Aktion „dieselklage.at“ im VW-Dieselskandal, erste Sammelklage eingebracht

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Wien (OTS) – „Nach fünf Monaten Vorarbeiten haben wir es nun geschafft: Wie in der Schweiz oder in Italien wird nun im VW-Dieselskandal auch in Österreich eine vergleichbare Sammelklage-Aktion für betroffene Kfz-Halter gestartet, die direkte Entschädigungszahlungen zum Ziel hat“, sagen die beiden COBIN claims-Vorstände Mag. Oliver Jaindl und Dr. Manfred Biegler. Das am Fall arbeitende Team an Rechtsanwälten um Dr. Benedikt Wallner, Mag. Eric Breiteneder und Dr. Alexander Amann hat am Freitag eine erste Sammelklage österreichischer Prägung gegen Volkswagen AG eingebracht. Finanziert wird diese Klage durch Calunius, einen renommierten britischen Prozessfinanzierer. Die Ansprüche stammen von fünf betroffenen Fahrzeughaltern, die die manipulierten Fahrzeuge privat oder als Unternehmer erwarben.
Dies ist der Startschuss für die COBIN claims-Aktion „dieselklage.at“, der sich ab sofort geschädigte Halter von Autos der Marken VW, Skoda, Seat und Audi gratis anschließen können. Jaindl:
„Die Zeit drängt, in wenigen Monaten beginnen die Schadenersatzansprüche gegen den VW-Konzern zu verjähren. Nachdem in den USA Tausende US-$ jedem Halter als Wiedergutmachung geleistet wurden, muss der Konzern auch in Europa gezwungen werden, für seine Fehler gegenüber den Kunden einzustehen. Wir haben mit verschiedenen Prozessfinanzierern verhandelt, damit wir den Betroffenen eine risikolose Klagsführung ermöglichen können. Wenn man sich mit einem Weltkonzern anlegt, müssen auch wir einen schlagkräftigen Partner internationalen Formats auf unserer Seite haben, um auf gleicher Augenhöhe zu kämpfen. Wir freuen uns, dass wir hier mit dem britischen Partner Calunius eine Kooperation internationalen Zuschnitts eingehen werden!“

Die Eckdaten der ersten österreichischen VW-Dieselskandal-Sammelklage:

  • Die Aktion betrifft sämtliche Autos mit einem EA189-Motor, egal
    ob durch einen Privaten oder Unternehmen erworben. Es gibt rund 400.000 betroffene Kfz in Österreich.
  • Eine erste Muster-Klage wurde bereits eingebracht. Ab sofort können sich betroffene Fahrzeughalter auf „www.dieselklage.at“ registrieren, um an „dieselklage.at“ teilzunehmen. COBIN claims und Calunius sind derzeit im Closing der Prozessfinanzierung aller weiteren Sammelklagen in Österreich.
  • Die Prozessstrategie umfasst folgendes: Phase I: Einbringung der Pilot-Sammelklage (bereits erfolgt) und Start der Registrierungsmöglichkeit auf <a href="http://www.dieselklage.at" target="_blank">www.dieselklage.at</a>. Phase II:
    Einbringung weiterer Sammelklagen. Parallel dazu, und sofort nach Prüfung der Vollständigkeit der Registrierung, wickelt Cobin für jeden Fahrzeughalter Privatbeteiligtenanschlüsse ab. Dies erfolgt im Ermittlungsverfahren der WKStA, den Dieselskandal betreffend, um die Ansprüche weitestgehend vor Verjährung zu schützen. Dieses Vorgehen mit zwei Ansatzpunkten ist effizienter und vereinfacht die Verfahren, gleichzeitig werden die Gerichte nicht unnötig belastet.
  • Extra zur Abwicklung der Aktion „dieselklage.at“ hat COBIN claims eine eigene Tochtergesellschaft eingerichtet, die via Forderungsabtretung als Kläger auftritt. Die Verfahren können so organisatorisch schlank gehalten werden.
  • Die Höhe der zu erstreitenden Kompensationsleistung richtet sich nach der Verfahrensdauer und den anfallenden Kosten – das bedeutet:
    Je früher ein Verfahren (mit Urteil oder Vergleich) endet, desto besser. Sollten die Verfahren verloren werden, entstehen den Teilnehmern keinerlei Kosten. Die Teilnahme ist gratis. Die Erfolgsquote des Prozessfinanzierers beträgt nach Rückzahlung aller Kosten 35% vom Erlös.
  • Die Ansprüche werden auf verschiedene Grundlagen gestützt – angefangen von der Tatsache, dass die Autos bei Angabe der wahren Emissionswerte bereits im Ankauf billiger sein hätten müssen (überteuerter Kauf) bis hin zur Verringerung des Verkaufspreises beim Verkauf (Wertverlust, Gebrauchtwagenmarkt). Zusätzlich wird auf Feststellung geklagt, dass VW für alle aus dem Dieselskandal erwachsende künftige Schäden haftet.
  • Für Unternehmen stellt „dieselklage.at“ eine einfache Möglichkeit dar, gemäß den Regeln der Compliance Ansprüche wahrzunehmen (Haftungsthemen bei der Geschäftsleitung, wenn man Ansprüche des Unternehmens „sehenden Auges“ verjähren lässt, werden somit vermieden).
  • Calunius ist einer der weltweit führenden Prozessfinanzierer mit langjähriger Erfahrung auch im deutschsprachigen Markt. Calunius hat seit dem Jahr 2010 weit über 100 Millionen Euro für Prozessfinanzierungen bereitgestellt. Calunius wird durch das Wiener Büro der renommierten Kanzlei Graf & Pitkowitz beraten.

„Es gibt in Österreich und weiten Teilen Europas kein gesetzliches Sammelklage-System. Wir sind daher vor der Entscheidung gestanden, entweder für die 400.000 betroffenen Kfz-Halter in Österreich gar nichts zu tun oder unter Einbindung kommerzieller Prozessfinanzierer mit juristischem und betriebswirtschaftlichem Knowhow etwas Vernünftiges auf die Beine zu stellen. Das ist uns nun gelungen. Andere realistische Möglichkeiten gibt es nicht!“, sagen die COBIN claims-Vorstände und -Anwälte.

Hintergrundgespräch: COBIN claims bietet für interessierte Journalisten morgen, Dienstag, um 15 Uhr ein Hintergrundgespräch zum Fall mit weiterführenden Informationen an. Um Anmeldung wird gebeten:
info@cobinclaims.at. Der Ort wird noch per eMail bekannt gegeben.

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