Hammerschmid kritisiert Einsparungen bei Bildung und Deutschförderung – „Schwarz-Blau spart bei den Kindern, nicht im System“ | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Hammerschmid kritisiert Einsparungen bei Bildung und Deutschförderung – „Schwarz-Blau spart bei den Kindern, nicht im System“

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Wien (OTS/SK) – „Die Bildung gehört zu den Verlierern bei den Budgetverhandlungen. Entgegen den Versprechungen, dass bei Bildung nicht gespart wird, muss Minister Faßmann jetzt die massiven Kürzungen bei Integration und Deutschförderung rechtfertigen. Schwarz-Blau spart nicht im System, sondern bei den Kindern“, sagt SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid. „Noch im Jänner ist Faßmann richtigerweise von Mehrkosten und einem höheren Personalbedarf durch die Deutschklassen ausgegangen. Jetzt heißt es, es braucht kein zusätzliches Geld. Die Wahrheit ist: Faßmann ist in der schwarz-blauen Regierungsrealität gelandet, die auf Kosten der Kinder kürzt.“ ****

„Natürlich weiß der Bildungsminister, dass eigene Deutschklassen auch zusätzliches Geld kosten. Im Jänner noch hat er gemeint, man setze auf dem 80 Millionen Euro-Integrationstopf auf, es werde aber wohl noch teurer werden. „Jetzt wird das Geld dafür jeden Tag weniger – vorgestern hieß es noch, es gibt 40 Mio. Euro für die Deutschklassen, heute ist gegenüber dem „Standard“ nur mehr von 28 Mio. Euro die Rede“, so Hammerschmid.

Dazu kommt, dass der Integrationstopf neben 450 DeutschlehrerInnen auch 250 IntegrationspädagogInnen, 80 SozialarbeiterInnen, 80 Personen in mobilen Teams, Übergangsklassen sowie die Basisbildung und das Nachholen des Pflichtschulabschlusses für Flüchtlingskinder umfasst hat – „das fällt nun alles weg. Diese Integrationsmaßnahmen werden auch nicht alle durch die Deutschklassen ersetzt werden können“, so die ehemalige Bildungsministerin.

Auch das Argument, es brauche weniger Geld für Integration, weil der Zustrom von Flüchtlingen geringer geworden sei, sei hanebüchen. „Als ehemaliger Vorsitzender des Integrationsrates weiß Faßmann ganz genau, dass Integration kein Kurzzeit-Projekt ist. Es ist traurig, mitansehen zu müssen, wie Faßmann jetzt Dinge rechtfertigen muss, von denen er genau weiß, dass sie grundfalsch sind“, so Hammerschmid. (Schluss) mb/ah/mp

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