Tierschutz Austria: Erste Tierbabys schon da Wildtierrettung startet früh
Noch bevor der kalendarische Frühling beginnt, läuft die Wildtierrettung bereits auf Hochtouren. Im Tierschutzhaus Vösendorf sind die ersten Feldhasenbabys der Saison bereits eingetroffen, in den kommenden Wochen rechnen die Tierpfleger:innen mit einer deutlich steigenden Zahl an verletzten oder verwaisten Jungvögeln.
Der Frühling gilt als intensivste Zeit für die Wildtierrettung. Durch die zunehmend milden Temperaturen beginnt diese Phase mittlerweile immer früher. Viele heimische Vogelarten starten beispielsweise früher mit Balz und Brut als noch vor wenigen Jahrzehnten. Entsprechend früher geraten auch Jungtiere in Not.
Besonders wichtig sind dabei die vielen freiwilligen Helfer:innen. Rund 2000 engagierte Tierfreundinnen und Tierfreunde stehen im Rahmen von TeamTierschutz bereit, um Wildtiere zu sichern, zu transportieren oder bei der Versorgung zu helfen. Viele von ihnen wurden in den vergangenen Monaten vorbereitet und geschult.
Eine besondere Rolle spielen die sogenannten Nestwärmespender. Mehr als 1000 Menschen haben rund 4000 wärmende Nestchen gehäkelt, in denen verwaiste Jungtiere sicher untergebracht werden können. Gerade junge Hasen und Vogelküken sind in den ersten Lebenstagen besonders empfindlich gegenüber Kälte. Die weichen Stoffnester sorgen für Stabilität und Wärme und erhöhen die Überlebenschancen der Tiere deutlich.
Nicht jedes scheinbar verlassene Jungtier braucht allerdings Hilfe. Besonders junge Feldhasen werden von ihren Müttern oft über viele Stunden allein gelassen und dennoch zuverlässig versorgt. Wer ein Jungtier entdeckt, sollte daher genau hinschauen und nicht vorschnell eingreifen.
So kannst du Wildtieren im Frühling helfen
Mit einfachen Maßnahmen kann jede und jeder dazu beitragen, Wildtiere in dieser sensiblen Zeit zu schützen.
Hunde beim Spaziergang anleinen
Viele Vögel brüten am Boden. Auch Hasen- und Rehkinder verstecken sich hier. Freilaufende Hunde können Nester zerstören oder Elterntiere vertreiben.
Bei der Gartenarbeit vorsichtig sein
Hecken und Gebüsche sind wichtige Rückzugsorte für Tiere. Auch beim Mähen ist Vorsicht wichtig, weil sich Igel und andere Kleintiere im Gras verstecken. In den nächsten Wochen werde die Hecken oftmals beschnitten. Bitte acht geben.
Naturnahe Lebensräume schaffen
Blühflächen, Nistkästen oder kleine Biotope machen Gärten zu wertvollen Zufluchtsorten für Tiere.
Auf Amphibien Rücksicht nehmen
Kröten, Frösche und Molche wandern im Frühling zu ihren Laichgewässern und überqueren dabei häufig Straßen.
Jungtiere nicht vorschnell mitnehmen
Viele vermeintlich verlassene Tiere werden weiterhin von ihren Eltern versorgt.
Jungvögel richtig einschätzen
Unbefiederte Jungvögel außerhalb des Nestes brauchen meist Hilfe, ältere Jungvögel werden dagegen oft weiterhin von den Eltern betreut.
Hasenbaby Cosmo ist ein kleiner Kämpfer
Wie schnell Wildtiere in Not geraten können, zeigt der Fall von Feldhase Cosmo, der vor kurzem ins Tierschutzhaus gebracht wurde. Das junge Tier wurde von einer Katze verletzt und musste dringend behandelt werden. (TikTok-Link😊 Was nach kleinen Bissverletzungen aussieht, ist für Wildtiere oft lebensgefährlich. Katzen tragen im Speichel häufig Pasteurellen, Bakterien, die rasch schwere Infektionen auslösen können.
Cosmo wird derzeit intensiv betreut und entwickelt sich gut. Im Tierschutzhaus gilt der kleine Feldhase bereits als echter Kämpfer. Wenn alles gut geht, kann er später wieder ausgewildert werden und hat gute Chancen, zuvor noch zum kleinen Social Media Star zu werden. 5.000 Wildtiere wurden bei Tierschutz Austria im Tierschutzhaus in Vösendorf betreut.
Mit den steigenden Temperaturen beginnt jetzt die wichtigste Zeit für die heimische Tierwelt. Wer aufmerksam ist, kann mit einfachen Maßnahmen dazu beitragen, dass möglichst viele Jungtiere den Frühling überleben.
Für alle die Helfen wollen. Kommen ins Team Tierschutz und übernimm Rettungstransporte: https://team-tierschutz.at
Der Tiernotruf ist unter der +4316992480 erreichbar.
Fotos (honorfrei)
https://flic.kr/s/aHBqjC62ve
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