FPÖ – Pracher-Hilander: „Doppelmoral bei Frauenrechten - im Ausland Empörung, im Inland Schweigen“ | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

FPÖ – Pracher-Hilander: „Doppelmoral bei Frauenrechten – im Ausland Empörung, im Inland Schweigen“

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In ihrer gestrigen Rede im Nationalrat, in der sie zum Thema der Verurteilung der Massaker im Iran sprach, thematisierte die freiheitliche Abgeordnete Mag. Katayun Pracher-Hilander die Situation der Menschen im Iran und übte Kritik an der Haltung der Bundesregierung. Gerade wegen der Schwere dieses Themas komme sie nicht umhin, auf die „gelebte Doppelmoral“ der Regierung einzugehen, so Pracher-Hilander.

Während Frauen im Iran, Tag für Tag unter Lebensgefahr, für ihre Freiheit kämpften – gegen religiöse Unterdrückung und gegen den Zwang zur Verschleierung – sehe die Politik hierzulande viel zu oft weg, wenn es um die Nötigung von Mädchen und jungen Frauen vor unser aller Augen gehe.

Wenn jedoch vonseiten der FPÖ die Unterdrückung von Frauen durch radikale Symbole wie Kopftuch, Vollverschleierung oder durch die Islamisierung in Österreich angesprochen werde, dann sei die Empörung ebenso groß, allerdings aus einem anderen Grund. Denn dann zähle offenbar nur noch ein Ziel: die Freiheitlichen zu verhindern, koste es, was es wolle, so Pracher-Hilander.

Pracher-Hilander kritisierte zudem, dass man mit betroffener Miene die Lage der Frauen im Iran kommentiere, während man seit Jahren systematisch bei der unkontrollierten Einwanderung von Massen an jungen Männern wegsehe, von denen viele in ihrer Heimat Frauen als Menschen zweiter Klasse betrachteten, für die Frauenrechte oft ein Fremdwort seien und von denen nicht wenige am liebsten das Tragen eines religiösen Kopftuches als europäischen Standard durchsetzen würden.

Wenn der Einheitspartei Frauenrechte tatsächlich ein so großes Anliegen seien und man sich ernsthaft gegen jede Form der Unterdrückung stellen würde, hätte man das Kopftuchverbot auf Verfassungsebene heben können, so Pracher-Hilander. Mit den Freiheitlichen wäre das möglich gewesen – gewollt sei es jedoch nicht gewesen.

Zudem werde hier mit zweierlei Maß gemessen, führte Pracher-Hilander weiter aus. Was im Ausland als Unterdrückung von Frauen und ihrer Rechte verurteilt werde, dürfe hierzulande nicht kritisiert oder thematisiert werden. Andernfalls gelte man bereits als rechtsextrem und werde im DÖW-Bericht erwähnt.

Abschließend stellte Pracher-Hilander fest, dass man am ehrlichsten und nachhaltigsten nicht nur den Frauen im Iran, sondern allen Menschen in Konfliktregionen helfen würde, wenn Österreich wieder zu einem neutralen Parkett und zu einem Ort des Vertrauens werde. Zu einem Ort, an dem Diplomatie, Annäherung und Friedensbemühungen eine echte Chance hätten und dass zugleich eines erkannt werde – nämlich, dass die beste und langfristigste Form der Solidarität unsere Neutralität sei.

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