Georg Ecker zur Sperre der ÖBB-Stammstrecke: „Pendler-Chaos verhindern – Direkte Ersatzbusse nach Wien sichern!“
Die angekündigte 14-monatige Hauptsperre der S-Bahn-Stammstrecke ab September 2026 ist eine Hiobsbotschaft für zehntausende Pendler:innen aus Niederösterreich. Während die Modernisierung der Strecke grundsätzlich begrüßt wird, warnt Georg Ecker, Verkehrssprecher der Grünen im Niederösterreichischen Landtag, vor massiven Belastungen: „Die Stammstrecke ist die Lebensader für den Pendlerverkehr aus dem Norden und Süden Niederösterreichs. Wenn hier für über ein Jahr das Licht ausgeht, droht ein Verkehrschaos, das weit über die Wiener Stadtgrenze hinausreicht.“
Da die wichtige Verbindung zwischen Praterstern und Hauptbahnhof für über ein Jahr gesperrt wird, fordern die Grünen Niederösterreich nun rasche Maßnahmen von der Landesregierung. „Die derzeitigen Pläne reichen bei weitem nicht aus, um die täglichen 250.000 Fahrgäste aufzufangen. Das ist, als würden Tangente und Gürtel gleichzeitig gesperrt – ohne echten Plan B“, warnt Georg Ecker.
Drohendes Chaos im Berufsverkehr
Die Sanierung der Viadukte und Mauern ist für ein modernes Öffi-Netz zwar notwendig, doch die geplanten Intervalle der Wiener U-Bahnen werden den Zustrom aus dem Umland alleine nicht bewältigen können. Besonders betroffen sind jene, die aus dem Norden in den Süden Wiens müssen oder umgekehrt. „Wir können die Menschen nicht einfach in völlig überfüllte U-Bahnen drängen und sie mit massiven Wartezeiten im Regen stehen lassen“, so Georg Ecker.
Lösung: Direkte Busverbindungen über die Autobahn
Um die Pendler:innen spürbar zu entlasten, bringen die Grünen einen Antrag im morgigen Landtag ein. Das Konzept sieht effiziente Ersatzbusse vor, die direkt zwischen strategischen Knotenpunkten in Niederösterreich und dem Wiener Hauptbahnhof pendeln:
- Direkt-Shuttles: Schnelle Verbindungen zumindest von Korneuburg und Wolkersdorf über die A22 und A23 direkt zum Hauptbahnhof.
- Wettbewerbsfähige Fahrzeiten: Ein Bus von Korneuburg zum Hauptbahnhof benötigt je nach Verkehrslage etwa 22 bis 40 Minuten – ein realistischer Ersatz für die reguläre 29 Minuten Bahnfahrt.
- Stärkung im Osten: Verdichtung der Linien 217 und 218 von Schwechat Richtung Simmering und Praterstern, um den Anschluss ans Zentrum und den Norden zu sichern.
Appell an Landesrat Landbauer
„Verkehrslandesrat Udo Landbauer muss jetzt endlich aktiv werden und in Verhandlungen mit dem VOR und den ÖBB treten. Ziel müsse ein Ersatzkonzept sein, das den Namen auch verdient und den Umstieg auf die Schiene nicht durch ein Jahr voller Frustration zunichtemacht. Wir dürfen nicht riskieren, dass die Menschen durch diese Sperre das Vertrauen in die Schiene verlieren. Das Land Niederösterreich müsse jetzt gemeinsam mit den Verantwortlichen in Wien einen verlässlichen Plan vorlegen, der den Pendler:innen eine echte Alternative bietet“, schließt Georg Ecker ab.
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