FPÖ – Brückl: „Pinker Etikettenschwindel – Wiederkehrs Bildungspläne sind ein Anschlag auf die Qualität und unsere Kinder!“
Scharfe Kritik an der aktuellen Bildungspolitik der NEOS übte heute der freiheitliche Bildungssprecher NAbg. Hermann Brückl im Rahmen der Aktuellen Stunde im Nationalrat. Allein schon den Titel der Debatte bezeichnete Brückl als „massiven Etikettenschwindel“. Hinter Begriffen wie „zukunftsfit“ und „mutig“ verberge sich in Wahrheit eine rein ideologisch motivierte „pinke PR-Show“, die über den bildungspolitischen Trümmerhaufen hinwegtäuschen solle. „Minister Wiederkehr setzt die ideologische Abrissbirne an das Fundament unserer Bildung an. Was uns hier als Modernisierung verkauft wird, ist ein frontaler Angriff auf die Bildungsqualität und ein Experiment auf dem Rücken unserer Kinder“, so Brückl.
Besonders kritisierte Brückl die Vorgehensweise des Ministers, Lehrpläne im „stillen Kämmerchen“ und ohne Einbindung von Universitäten, Gymnasien und der Wirtschaft zu beschließen. „Diese Praxisferne ist das Kernproblem. Wer die Mahnungen der Lehrer, die Sorgen der Eltern und die Meinung von Experten so konsequent ignoriert, entzieht unserem Bildungssystem die Lebensgrundlage und gefährdet den Standort Österreich. Wiederkehr verwaltet lediglich seinen eigenen bildungspolitischen Irrgarten“, betonte Brückl.
Als „konterproduktiv und fahrlässig“ bezeichnete der FPÖ-Bildungssprecher die Pläne, bewährte Fächer wie Latein zu opfern. „Latein ist kein verstaubtes Relikt, sondern das Betriebssystem der europäischen Geistesgeschichte. Es ist die Basis für Logik, Systemdenken und analytische Tiefe. Wer glaubt, man könne KI-Kompetenz vermitteln, während man die Grundlagen des Denkens streicht, der will keine mündigen Denker, sondern oberflächliche Konsumenten. Das ist eine intellektuelle Entwaffnung der nächsten Generation!“
Massiven Widerstand kündigte Brückl gegen die Pläne für eine sechsjährige Volksschule an: „Das ist das Trojanische Pferd für die Einheits- und Gesamtschule. Man will die Differenzierung abschaffen und die Leistung nach unten nivellieren. Das ist ein Kniefall vor der Mittelmäßigkeit und ein Schlag ins Gesicht für jedes begabte Kind in diesem Land.“
Brückl forderte eine Rückbesinnung auf die Realität in den Klassenzimmern. „Wenn Sie mutig wären, Herr Minister, würden Sie das Problem dort anpacken, wo es brennt: bei der Sprache! Unsere Forderung lautet: Erst Deutsch, dann Schule! Solange Kinder im Unterricht sitzen, die kein Wort verstehen, ist jede Debatte über Tablets reiner Hohn. Während sich die NEOS in Symboldebatten verlieren, bleiben massive Sprachdefizite, ungelöste Integrationsfragen, zunehmende Disziplinprobleme und die mangelnde Qualität bei Schulabgängern ungelöst.“
Abschließend appellierte Brückl an eine Rückkehr zu bewährten Tugenden: „Wir müssen Schulen wieder als Orte begreifen, an denen Leistung, Fleiß und Disziplin wertgeschätzt werden. Das sind die Motoren für sozialen Aufstieg.“ In Richtung des Ministers zitierte Brückl: „Errare humanum est, perseverare diabolicum – Irren ist menschlich, aber im Irrtum zu verharren, ist teuflisch! Sie haben in Wien bewiesen, dass Ihr Weg in die Sackgasse führt. Diesen Kurs nun auf ganz Österreich auszurollen, ist verantwortungslos gegenüber der nächsten Generation!“
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