FPÖ – Mahdalik/Saurer zu Heumarkt-Debakel: Ludwig muss Machtwort sprechen
Mit dem jüngsten UNESCO-Jahresbericht zum Heumarkt-Projekt steuert die rot-pinke Stadtregierung Wien sehenden Auges in die nächste kulturpolitische Blamage. Anstatt die klaren Vorgaben der UNESCO ernst zu nehmen, zementiert das Rathaus stur eine 50-Meter-Variante ein, die selbst nach Einschätzung von Experten weiterhin die visuelle Integrität des Weltkulturerbes massiv beeinträchtigt.
„Es ist völlig unverständlich, dass Bürgermeister Ludwig hier keinen klaren Schnitt macht. Statt ein Machtwort zu sprechen, geht er offenbar lieber vor millionenschweren Immobilien-Investoren in die Knie. Wien darf aber nicht zum Spielball renditegetriebener Spekulationen werden, sondern muss zum Schutz seines kulturellen Erbes handeln“, betont der Zweite Landtagspräsident LAbg. Toni Mahdalik.
Dass selbst die abgespeckte Variante laut Bundesverwaltungsgericht nicht ohne Umweltverträglichkeitsprüfung auskommt und weiterhin nicht mit dem Weltkulturerbe kompatibel ist, zeigt, wie realitätsfern die Linie der Stadtregierung ist. Dennoch verkauft das Rathaus die 50-Meter-Lösung als angeblichen Kompromiss und beruft sich dabei sogar auf Gutachter, die in Wahrheit eine weitere deutliche Reduktion gefordert haben.
„Hier wird versucht, der UNESCO und der Öffentlichkeit Sand in die Augen zu streuen. Wer Studien selektiv zitiert und internationale Empfehlungen ignoriert, riskiert bewusst den dauerhaften Schaden für Wiens Ansehen. Das ist kulturpolitisch verantwortungslos“, erklärt FPÖ-UNESCO-Welterbesprecher LAbg. Bernd Saurer.
Seit Jahren warnt die FPÖ Wien davor, dass das Heumarkt-Projekt in seiner Dimension ein massiver Eingriff in das historische Stadtbild ist. Die wiederholte Gefahr, auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes zu verbleiben, ist ein Alarmsignal.
Mahdalik und Saurer fordern Bürgermeister Ludwig daher auf, das Projekt grundlegend zu überarbeiten: „Wien braucht keine Prestige-Türme für Investoren, sondern den konsequenten Schutz seines einzigartigen Weltkulturerbes. Wer das historische Erbe dieser Stadt aufs Spiel setzt, verspielt nicht nur internationales Vertrauen, sondern auch ein Stück Wiener Identität.“
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