Volkshilfe und Sozialistische Jugend fordern eine Reichensteuer
Volkshilfe und Sozialistische Jugend machen am Welttag der sozialen Gerechtigkeit auf die extreme Vermögensungleichheit in Österreich aufmerksam. In Österreich herrscht eine große Kluft, in der wenige reichlich besitzen, während viele mit Teuerung, hohen Wohn- und Energiekosten und großen Unsicherheiten kämpfen.
Extreme Schieflage schadet Österreich
„Die reichsten fünf Prozent der Haushalte in Österreich besitzen mehr als die Hälfte des gesamten Nettovermögens. Die ärmere Hälfte verfügt nicht einmal über vier Prozent. Diese Schieflage ist politisch gemacht. Es ist sozial gerecht, große Vermögen und Erbschaften zu besteuern und das Geld dorthin zu lenken, wo es unsere Gesellschaft dringend braucht: im Bildungsbereich, im Gesundheitswesen, bei der Pflege oder dem Ausbau klimasozialer Infrastruktur“, so Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich.
„Viele Menschen erarbeiten Tag für Tag den Reichtum in diesem Land, davon profitieren allerdings nur wenige. Wer soziale Gerechtigkeit will, muss Überreichtum und große Erbschaften besteuern“, betont Larissa Zivkovic, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend. „Es ist absolut inakzeptabel, dass Millionen für Wohnen, Bildung, Energie und ein Leben in Würde fehlen, während Vermögen an der Spitze weiter explodieren.“ Die Vermögenssteuern machen in Österreich nur rund ein Prozent des Steueraufkommens aus – ein Tiefstwert im internationalen Vergleich.
Geld für Soziales, Bildung, Pflege und Klimamaßnahmen
Soziale Ungleichheit ist kein Naturgesetz. Sie ist politisch gemacht und damit auch strukturell veränderbar. Volkshilfe Österreich und die Sozialistische Jugend Österreich fordern eine gerechte Verteilung der Ressourcen mit fairen Beiträgen, auch der Superreichen. Eine zentrale Maßnahme dabei ist Kindergrundsicherung, die Kindern und Jugendlichen unabhängig vom Geldbörsl ihrer Eltern eine gelingende Kindheit ermöglicht.
„Das ist eine Frage des politischen Willens und zudem Voraussetzung für ein nachhaltiges, friedliches Zusammenleben, denn soziale Ungerechtigkeit verzerrt demokratische Prozesse, schwächt die Chancengleichheit und untergräbt die Idee gleicher politischer Teilhabe“, schließt Erich Fenninger.
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