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Universitäten auf dem Irrweg

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Wenn Universitäten behaupten, Lehramtsstudien seien bei ihnen am besten aufgehoben, übersehen sie einen zentralen Faktor: die unverzichtbare Praxisorientierung in der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Pädagog*innen.

Lehrer*innen stehen heute vor deutlich komplexeren Herausforderungen als früher. Heterogene Klassen, unterschiedliche soziale und sprachliche Voraussetzungen sowie steigende Anforderungen im Schulalltag erfordern nicht nur Fachwissen, sondern vor allem pädagogische Handlungskompetenz. Pädagogische Hochschulen reagieren darauf mit wissenschaftlich fundierten und zugleich praxisnahen Studienangeboten. Initiativen wie die Intensivpraxiswochen, die von Bildungsminister Christoph Wiederkehr eingeführt wurden, ermöglichen Studierenden frühzeitig vertiefte Einblicke in die schulische Realität.

Der Praxisbezug ist an Pädagogischen Hochschulen strukturell verankert und wird von Lehrenden getragen, die über eigene Schulerfahrung verfügen. Viele von ihnen sind oder waren selbst als Lehrer*innen tätig und vermitteln praxisnahe Kompetenzen aus erster Hand.

Die Vorsitzende der Rektorinnen- und Rektorenkonferenz der österreichischen Pädagogischen Hochschulen, Beatrix Karl, betont: „Papier ist geduldig, das gilt auch für Studienpläne. Entscheidend ist, dass der Praxisbezug in der Aus-, Fort- und Weiterbildung tatsächlich gelebt wird – und das gewährleisten die Pädagogischen Hochschulen.“

Darüber hinaus leisten Pädagogische Hochschulen durch Schulentwicklungsberatung, berufsfeldbezogene Forschung und ihre Praxisschulen einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung des Bildungssystems. Sie begleiten Schulen bei Organisations-, Personal- und Unterrichtsentwicklung und verbinden Forschung unmittelbar mit der schulischen Praxis.

Auch zahlenmäßig zeigt sich ihre zentrale Rolle: Im Wintersemester 2024/25 studierten 22.180 ordentliche Studierende an den 14 Pädagogischen Hochschulen Österreichs. In der Weiterbildung waren 16.728 Studierende eingeschrieben, und in der Fortbildung wurden mehr als 390.000 Teilnahmen verzeichnet.

„Es spricht nichts gegen eine Weiterentwicklung der Lehramtsausbildung. Diese sollte jedoch im partnerschaftlichen Miteinander erfolgen – so, wie es Pädagogische Hochschulen und Universitäten bereits erfolgreich zusammenarbeiten“, so Karl.

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