Lieferengpass bei Medikamenten: Apotheken als „Orte der Problemlösung“
Angesichts der aktuell angespannten Situation bei der Belieferung der Apotheken mit bestimmten Medikamenten setzen Österreichs 7.000 Apothekerinnen und Apotheker auf Beruhigung und verweisen auf ihre große Erfahrung bei derartigen Engpässen. „Lieferengpässe begleiten uns seit vielen Jahren, sie sind ein gesamteuropäisches Phänomen, das in Wellengbewegungen auftritt. Österreichs Apothekerschaft weiß damit umzugehen. Wir können das Auftreten von Arzneimittel-Lieferengpässen nicht stoppen, aber wir verhindern mit unserer Erfahrung, dass Lieferengpässe nicht zu Versorgungsengpässen führen. Dafür sorgt der große und sehr zeitintensive Einsatz der Apothekerinnen und Apotheker. Die Apotheken sind dabei als ‚Orte der Problemlösung‘ zu bezeichnen. Ohne Apotheken hätten wir ein Versorgungschaos“, betont Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer.
Eine aktuelle repräsentative Befragung der österreichischen Wohnbevölkerung ab 18 Jahren, durchgeführt vom Marktforschungsinstitut Integral, betont die Wichtigkeit der Apotheken für die Gesundheitsversorgung der Menschen. Demnach stimmen 84 Prozent der befragten Personen der Aussage zu: „In Österreich haben die Apotheken dazu beigetragen, dass es bei Arzneimittel-Lieferengpässen bisher nicht zu einem großen Chaos in der Versorgung gekommen ist.“
Schnelle Suche nach Medikamenten mit der ApoApp
Die neue ApoApp der Apothekerkammer erleichtert die Medikamentensuche für Patientinnen und Patienten nachhaltig. Mit der ApoApp kann die Bevölkerung gezielt und einfach die nächstgelegene Apotheke finden, in der das gesuchte Medikament verfügbar ist. „Die ApoApp bringt die Apotheke direkt aufs Smartphone der Menschen. Mit wenigen Klicks lässt sich herausfinden, welche Apotheke in der Nähe geöffnet hat und wer ein benötigtes Medikament vorrätig hat. Zusätzlich sorgt ein persönlicher Einnahmeplan für eine verlässliche Arzneimitteltherapie. Und sollte einmal ein Medikament nicht verfügbar sein, wird in der Apotheke vor Ort immer eine individuelle Lösung gefunden“, verspricht Mursch-Edlmayr. Bei der herrschenden Witterung und Schneesituation sei diese Erleichterung bei der Medikamentenbeschaffung umso wichtiger, ergänzt die Apothekerkammer-Präsidentin.
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