AUVA-Traumazentrum Wien: Klare Profilschärfung beider Standorte
Das AUVA-Traumazentrum Wien (TZW) stellt die Weichen für die medizinische Versorgung der Zukunft. Um den gesetzlichen Versorgungsauftrag für Arbeitsunfälle und die Kooperation mit der Stadt Wien bestmöglich zu erfüllen, erfolgt eine klare strategische Profilschärfung der beiden Standorte Meidling und Brigittenau. Ziel ist eine optimale Patientensteuerung, bei der medizinische Expertise und Ressourcen gezielt gebündelt werden.
Standort Meidling: Polytrauma-Zentrum & neuer „Trauma-Campus Wien“
Der Standort Meidling wird künftig noch stärker als das Zentrum für die Versorgung vital bedrohter Patientinnen und Patienten positioniert. Hier werden die Kompetenzen für Schwerverletzte, Polytrauma-Versorgung sowie umfassende Intensivmedizin gebündelt.
Ein zentraler Meilenstein ist die Entstehung des neuen „Trauma-Campus Wien“: Mit der geplanten Eröffnung des neuen Rehabilitationszentrums Wien am Standort Meidling ab 2027 werden Akutversorgung und Rehabilitation künftig an einem Ort vereint.
Diese räumliche und fachliche Verschränkung ermöglicht eine durchgängige Behandlungskette von der Erstversorgung im Schockraum bis zur erfolgreichen Reintegration in den Alltag.
Standort Brigittenau: Akutversorgung, Tagesklinik & elektive Eingriffe
Der Standort Brigittenau konzentriert sich auf die breite Akutversorgung von Verletzungen (z.B. Arbeitsunfälle, Extremitätenverletzungen) sowie auf den weiteren Ausbau des tagesklinischen Erfolgsmodells und elektive Eingriffe.
Für die Sicherheit der Patientinnen und Patienten steht am Standort weiterhin ein Schockraum zur Verfügung, der bei massiver Verschlechterung des Zustands eines Patienten als Interventionsbereich genutzt werden kann – die Versorgung vital bedrohter Patientinnen und Patienten erfolgt jedoch steuerungslogisch am Standort Meidling. Für alle anderen Rettungspatient:innen bleibt der Standort Brigittenau eine zentrale Anlaufstelle.
Zeitplan Modulbau Brigittenau: Sicherheit geht vor Schnelligkeit
Die Errichtung des modernen Modulbaus in der Brigittenau liegt voll im Plan für eine bauliche Fertigstellung Mitte 2026. Im Anschluss setzt die AUVA auf einen strukturierten Qualitätsprozess: Nach technischen sowie behördlichen Abnahmen sowie der kompletten Innenausstattung startet im Herbst 2026 die stufenweise Besiedelung und ein intensiver Probebetrieb.
Dieser Zeitraum wird genutzt, um Prozesse im Zusammenspiel mit dem Bestandsgebäude zu simulieren und Teams einzuschulen. Der Vollbetrieb des Modulbaus ist für das 1. Quartal 2027 vorgesehen. Bereits vor Erreichen dieses Vollbetriebs werden sukzessive einzelne Bereiche ihren Betrieb aufnehmen.
„Mit der klaren Aufgabenverteilung innerhalb des TZW stellen wir sicher, dass jeder Patient genau dort behandelt wird, wo die beste Expertise für die jeweilige Verletzung bereitsteht“
, so Angela Hodits, Direktorin der AUVA-Landesstelle Wien. „Durch die Profilschärfung und den neuen Trauma-Campus schaffen wir zukunftsfeste Strukturen für die Unfallversorgung in Wien.“
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