Auftaktveranstaltung der Zero Project Conference im Parlament rückt Lösungen zur Stärkung der Inklusion in den Mittelpunkt
Eine inklusive Gesellschaft sei gerechter, innovativer, widerstandsfähiger und menschlicher sowie ein „Gradmesser für die Qualität der Demokratie“, hielt Nationalratspräsident Walter Rosenkranz heute im Rahmen der Auftaktveranstaltung zur Zero Project Conference 2026 im Parlament fest.
Seine Organisation suche nach inklusiven Innovationen und setze sich für eine Welt ohne Barrieren ein, betonte Zero-Project-Gründer Martin Essl. Mit dem heutigen Tag habe man „die Schallmauer“ von 1.000 wirkungsstarken und skalierbaren Innovationen durchbrochen. Für Keynote-Speaker Anthony Banbury von der International Foundation for Electoral Systems (IFES) dürfen Demokratien niemanden zurücklassen. IFES arbeite daran, nicht nur Wahlen, sondern ganze politische Systeme barrierefrei zu machen.
Im Mittelpunkt der heurigen Auftaktveranstaltung zur von 18. bis 20. Februar in der Wiener UNO-City stattfindenden Zero Project Conference stehen fünf Innovationen, die zur Stärkung der Inklusion in Österreich beitragen können. Die Innovationen wurden aus einer Vielzahl von preisgekrönten Initiativen von Nationalratsabgeordneten der im Parlament vertretenen Parteien ausgewählt. Sie haben sich verpflichtet, die von ihnen ausgewählten Innovation bei ihrer Umsetzung in Österreich bestmöglich zu unterstützen. Die Themen der diesjährigen Konferenz sind Barrierefreiheit, IT-Lösungen, sowie Krisen- und Katastrophenmanagement. Zero Project ist eine Initiative der Essl Foundation.
Rosenkranz: Inklusion ist eine gemeinsame politische Aufgabe
Eine inklusive Gesellschaft sei nicht nur gerechter, sondern auch innovativer, widerstandsfähiger und menschlicher, betonte Nationalratspräsident Walter Rosenkranz in seinen Eröffnungsworten. Der Nationalratspräsident bezeichnete Zero Project als „Mutmacher“ für Inklusion, Barrierefreiheit und Selbstbestimmtheit. Diese Themen seien ein „Gradmesser für die Qualität der Demokratie“ und für das gesellschaftliche Zusammenleben. Einen weiteren, „besonderen Mehrwert“ leiste Zero Project für die Eingliederung von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt.
In diesem Sinne sei Inklusion kein Randthema, sondern eine gemeinsame Aufgabe, die über politische Unterschiede hinweg verbinde. Die Sichtbarmachung der Innovationen durch die Abgeordneten bezeichnete Rosenkranz als „starkes Signal“ für barrierefreie und selbstbestimmte Kommunikation. Die erstmals im Plenum des Nationalrats angewandte KI-Sprachunterstützung für den ÖVP-Abgeordneten Klaus Fürlinger im Dezember 2025 sei eine „große emotionale Sternstunde“ gewesen und ein „Mosaiksteinchen“ für mehr Barrierefreiheit im Hohen Haus. Gerade im Parlament, das vom gesprochenen Wort, Argument und Dialog lebe, sei dies von besonderer Bedeutung, so der Nationalratspräsident.
Essl: Haben Schallmauer von 1.000 wirkungsstarken und skalierbaren Innovationen durchbrochen
Ziel der Gründung von Zero Project vor 20 Jahren sei es gewesen, eine Organisation ins Leben zu rufen, die nach inklusiven Innovationen sucht und diese entsprechend unterstützt, erklärte Zero Project-Gründer Martin Essl in seinen Grußworten. Heute sei man ein Innovationsnetzwerk mit 10.000 Expertinnen und Experten aus 180 Ländern. Zudem habe man mit dem heutigen Tag „die Schallmauer“ von 1.000 ausgezeichneten Innovationen durchbrochen, die wirkungsstark und skalierbar sind. Essl zeigte sich über die „weltweit außerordentliche Zusammenarbeit“ zwischen Zero Project und dem österreichischen Parlament erfreut. So hätten die Behindertensprecherinnen und -sprecher aller Parlamentsfraktionen aus 80 ausgezeichneten Innovationen ihre Favoriten ausgewählt und ihre Unterstützung zugesagt, diese bei der Umsetzung bestmöglich zu unterstützen. Essl verwies dabei auch auf die KI-Sprachunterstützung für ÖVP-Abgeordneten Klaus Fürlinger.
Banbury: Demokratien dürfen niemanden zurücklassen
Seiner Organisation gehe es um eine Welt ohne Hürden und um eine inklusive sowie widerstandsfähige „Demokratie für alle“, hielt Anthony Banbury, Präsident der International Foundation for Electoral Systems (IFES) in seiner Keynote fest. Das österreichische Parlament sei mit seinen Bemühungen für Barrierefreiheit und Inklusion in einer weltweit anerkannten Vorreiterrolle. Was seine Organisation betrifft, arbeite IFES daran, nicht nur Wahlen, sondern ganze politische Systeme barrierefrei zu machen. So werde man im Rahmen der diesjährigen Zero Project Conference erstmals die „IFES-Wahlplattform“ vorstellen, die als „praktisches Tool“ für Wahlbehörden, Behindertenrechtsorganisationen und alle, die sich für den Aufbau inklusiver Wahlprozesse einsetzen, fungieren soll. Aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage brauche die Demokratie jede Stimme und könne es sich nicht leisten, jemand zurückzulassen, so der Appell Banburys. (Fortsetzung Zero Project Auftaktveranstaltung) med
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