Hattmannsdorfer trifft US-Botschafter Fisher: „Zollkrieg bringt niemandem etwas“ – Klare Linie für freien Handel und starken Standort | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Hattmannsdorfer trifft US-Botschafter Fisher: „Zollkrieg bringt niemandem etwas“ – Klare Linie für freien Handel und starken Standort

0 38

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer hat den US-Botschafter Arthur Graham Fisher zu seinem Antrittsbesuch empfangen. Im Zentrum standen die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen, aktuelle handelspolitische Entwicklungen – insbesondere die Zolldebatte – sowie die Sicherung von Wettbewerbsfähigkeit und Investitionen auf beiden Seiten des Atlantiks.

„Ein Zollkrieg bringt niemandem etwas. Die Vereinigten Staaten sind für Österreich ein bedeutender strategischer Wirtschaftspartner und nach Deutschland unser zweitwichtigster Exportmarkt. Gerade in herausfordernden Zeiten gilt: Wir brauchen mehr wirtschaftliche Zusammenarbeit, nicht weniger“, betonte Hattmannsdorfer. „Offene Märkte, faire Wettbewerbsbedingungen und Planbarkeit sind die Grundlage für Wachstum und Beschäftigung – auf beiden Seiten des Atlantiks.“

Aktuelle Entwicklung bei Stahl- und Aluminiumzöllen

Vor dem Hintergrund der jüngsten Berichte über eine mögliche Überprüfung bzw. gezielte Rücknahme einzelner US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte verwies der Minister auf die Bedeutung stabiler Rahmenbedingungen. Die Diskussion in den USA – auch mit Blick auf mögliche Auswirkungen auf Verbraucherpreise und Lieferketten – zeige, wie sensibel und folgenreich handelspolitische Maßnahmen seien.

„Zölle und Handelsbarrieren sind kein Instrument für Aufschwung. Sie verteuern Investitionen, schwächen Lieferketten und können letztlich auch Konsumenten belasten. Unser gemeinsames Ziel muss fairer Marktzugang, Planbarkeit und ein regelbasierter internationaler Handel sein“, so Hattmannsdorfer.

Rückgang bei USA-Exporten: Folgen der Zollpolitik spürbar

Die wirtschaftliche Verflechtung zwischen Österreich und den USA ist eng:

  • Die österreichischen Warenexporte in die USA beliefen sich von Jänner bis November 2025 auf 11,85 Mrd. Euro (–21,4 %, u. a. infolge neuer Zollmaßnahmen)
  • Die USA sind mit einem Anteil von 6,8 % die zweitwichtigste Exportdestination Österreichs
  • Österreichische Direktinvestitionen in den USA betragen 23,9 Mrd. Euro und sichern mittlerweile mehr als 70.000 Arbeitnehmer in den Vereinigten Staaten
  • US-Unternehmen beschäftigen in Österreich rund 18.870 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Die USA sind der viertgrößte Investor in Österreich

Hattmannsdorfer unterstrich, dass Österreich im Rahmen der Industriestrategie 2035 klar auf Wettbewerbsfähigkeit, wirtschaftliche Resilienz und Innovationskraft setzt. Gleichzeitig bekannte er sich zu einer engen transatlantischen Abstimmung – insbesondere bei Energiefragen, Zukunftstechnologien und Exportkontrollen.

„Österreich steht für Verlässlichkeit, Qualität und langfristige Partnerschaften. Wenn wir auf Offenheit, faire Wettbewerbsbedingungen und gegenseitiges Vertrauen setzen, stärken wir unsere Wirtschaftsbeziehungen und schaffen die Grundlage für nachhaltigen Aufschwung für alle Beteiligten“, so Hattmannsdorfer abschließend.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.