WB-Graf zu Anderl: Standort braucht Rückenwind statt neuer Belastungsfantasien | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

WB-Graf zu Anderl: Standort braucht Rückenwind statt neuer Belastungsfantasien

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Klare Worte kommen von Wirtschaftsbund-Generalsekretärin Tanja Graf zu den jüngsten Aussagen von Renate Anderl in der Pressestunde: „Österreich ist längst ein Höchststeuerland. Unser Problem sind nicht zu wenig Einnahmen, sondern zu hohe Ausgaben. Was wir jetzt brauchen, ist Entlastung und zwar spürbar. Neue Steuerdebatten, egal unter welchem Schlagwort, sind Gift für unseren Wirtschaftsstandort.“

Besonders kritisch sieht Graf die Diskussion rund um neue Belastungsmodelle am Arbeitsmarkt: „Ein Bonus-Malus-System für ältere Arbeitnehmer oder Strafsteuern für Ausbildungsbetriebe? Das ist der völlig falsche Zugang. Wer Betriebe bestraft, die ausbilden und Arbeitsplätze schaffen, hat nicht verstanden, wo unser Wohlstand herkommt.“

Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten brauche es Vertrauen statt Misstrauen: „Wer arbeitet, darf am Ende nicht der Dumme sein. Menschen, die Eigentum aufgebaut oder einen Betrieb gegründet haben, dürfen nicht bestraft werden, wenn sie Verantwortung an die nächste Generation übergeben. Unternehmerinnen und Unternehmer sind Partner dieses Landes – sie sichern Jobs, Innovation und Wohlstand. Sie ständig unter Generalverdacht zu stellen, ist respektlos und wirtschaftspolitisch schlicht falsch.“

Neue Belastungsdebatten würden vor allem eines schaffen: Unsicherheit.
„Betriebe brauchen Planbarkeit und Zuversicht – keine ideologischen Experimente. Strafmechanismen bringen uns keinen Schritt weiter. Was wir brauchen, sind Anreize, Unterstützung und Rückenwind.“

Entlastung statt Ideologie

Graf fordert eine klare wirtschaftspolitische Prioritätensetzung: „Unsere Unternehmen kämpfen bereits mit Fachkräftemangel, hohen Lohnnebenkosten und immer mehr Bürokratie. Wer in dieser Situation mit neuen Zwangsmodellen kommt, verweigert die Realitäten unserer Betriebe.“

Der Wirtschaftsbund steht daher für eine konsequente Entlastungsagenda: „Mehr Netto vom Brutto, wettbewerbsfähige Energiepreise, niedrigere Lohnnebenkosten und echte Investitionsanreize – das stärkt Arbeitsplätze und Wachstum. Wir setzen auf Motivation statt Misstrauen und auf Partnerschaft statt Klassenkampf. Österreich kann mehr, wenn wir jene stärken, die täglich Verantwortung übernehmen.“

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