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Neue Greenpeace-Analysen: Hohe Asbestbelastung auch in Steiermark und Nordburgenland

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Der Asbestskandal im Südburgenland hat sich geografisch ausgeweitet. Neue Greenpeace-Analysen zeigen, dass stark asbesthaltiges Baumaterial auch in der Oststeiermark und im Nordburgenland eingesetzt wurde. Bei sechs Proben aus Hartberg und Neudau (beide Bezirk Hartberg-Fürstenfeld) sowie Winden am See (Bezirk Neusiedl) und Breitenbrunn (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) wurden vom Labor Asbestwerte von mehrheitlich über 50 Prozent festgestellt. Damit besteht auch an diesen Standorten die Gefahr, dass krebserregende Asbestfasern in die Luft gelangen. Die ÖBB haben umgehend veranlasst, den Schotter von den betroffenen Bahnsteigen abzudecken und zu entfernen. Greenpeace fordert von der burgenländischen und steirischen Landesregierung, nach dem Vorbild der ÖBB ebenso Sofortmaßnahmen zu setzen. Als erster Schritt muss asbestbelastetes Gestein von sensiblen Orten schnellstmöglich entfernt werden.

Greenpeace-Umweltchemiker Herwig Schuster: „Nun ist mit der Steiermark ein weiteres Bundesland nachweislich vom Asbest-Skandal betroffen. In der Oststeiermark finden sich teils reine Asbeststeine im Bankett neben dem Gehsteig und Rollsplitt direkt auf dem Hauptplatz. Dort gehen tagtäglich Menschen darüber – und tragen die Fasern auf ihren Schuhen dann womöglich in ihre Autos und in ihre Häuser.”

Bei den drei Proben aus der Oststeiermark handelt es sich um Bankett in der Nähe zweier großer Geschäftslokale in Hartberg in der Bahnhofs- bzw. Weidenstraße sowie um Streusplitt vom Hauptplatz in Neudau. Greenpeace sieht bei frei herumliegenden Asbeststeinen sowie bei Streusplitt den dringendsten Handlungsbedarf. Im Nordburgenland sind die beiden Bahnhöfe in Breitenbrunn und Winden am See betroffen. Greenpeace hat die ÖBB vorab von den Testergebnissen informiert. Die ÖBB-Infrastruktur hat umgehend veranlasst, die betroffenen Bereiche in beiden Bahnhöfen abzudecken und das betroffene Gestein abzutragen und zu entsorgen.

Greenpeace hat auch aus zwei steirischen Steinbrüchen, Preg und Lobming, Proben entnommen. Zumindest hier sind die Ergebnisse weniger besorgniserregend: Mit unter 0,1 Prozent findet sich deutlich weniger Asbest als in den burgenländischen Steinbrüchen. Damit liegen die Proben unterhalb des Grenzwertes für die Definition von gefährlichem Abfall. Greenpeace empfiehlt den Behörden dennoch, die Steinbrüche großflächig zu überprüfen, die Ergebnisse zu veröffentlichen und gegebenenfalls Schutzmaßnahmen zu setzen.

„Das Land Steiermark und das Land Burgenland müssen nun nach dem Vorbild der ÖBB sofort handeln. Der von Greenpeace vorgelegte Aktionsplan gegen Asbestgefahren sollte schnellstmöglich umgesetzt werden. Als dringender erster Schritt muss asbesthaltiges Gesteinsmaterial, insbesondere freie Asbestbrocken und Rollsplitt, von sensiblen Zonen entfernt werden”, sagt Herwig Schuster. Ebenfalls muss erhoben werden, wo überall asbestbelastetes Gesteinsmaterial verwendet worden ist und der weitere Einsatz von Asbest-Splitt nach Vorbild von Niederösterreich gestoppt werden, fordert Greenpeace.

Die Umweltschutzorganisation hat nun eine Übersichtskarte mit den Asbestfunden in Österreich auf ihrer Webseite veröffentlicht.

Factsheet und Laborbericht zu den aktuellen Asbest-Funden in der Steiermark und dem Nordburgenland: https://act.gp/Factsheet-Asbest-Stmk-NBgld

Überblickskarte zu Asbestfunden: https://act.gp/Asbestbelastung-Karte

Asbest-Aktionsplan: https://act.gp/3O6CnYf

Bildmaterial: https://act.gp/Asbest-Fotos-Stmk-NBgld
Unter Angabe der Credits (© Greenpeace) stehen die Fotos kostenfrei zur redaktionellen Nutzung zur Verfügung.

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