Ermittler der NOGAN-Sondereinheit lassen illegale Gemüseproduktion hochgehen. Das perfekte Verbrechen oder die Landwirtschaft der Zukunft? | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Ermittler der NOGAN-Sondereinheit lassen illegale Gemüseproduktion hochgehen. Das perfekte Verbrechen oder die Landwirtschaft der Zukunft?

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Nachdem zwei Jahre lang immer mehr frisches Obst und Gemüse unbekannter Herkunft auf dem Schwarzmarkt aufgetaucht war, konnte die NOGAN-Taskforce einen hochprofessionellen Ring illegaler Züchter auffliegen lassen. Zu den Verdächtigen zählen mehrere führende Wissenschaftler und Forscher renommierter Universitäten und Institutionen wie der KU Leuven, der University of Southampton, des Nationalen Forschungsrats Spaniens und der University of the West of England. Die Ermittlungen ergaben, dass sie in den letzen Jahren heimlich den Anbau stark begehrter Frischware perfektioniert hatten.

Laut einer den Ermittlungen nahestehenden Quelle agierte die Gruppe aus versteckten Einrichtungen neben öffentlichen Toiletten, wobei Abwasser eine zentrale Rolle bei ihrer Methode spielte. Die „Microbial Hydroponics“ oder „Mi-Hy-Gruppe“ konnte so über Jahre hinweg riesige Mengen an frischen Lebensmitteln anbauen, ohne entdeckt zu werden. Modernste Biotechnologie ermöglichte es ihnen ein autarkes Hydroponiksystem zu bauen, dessen Wasseraufbereitung zu optimieren, ein optimiertes Wurzelmikrobiom zu züchten und mit einer Reihe mikrobieller Brennstoffzellen den benötigten Strom für die Anlage zu produzieren. Dieses Kreislaufsystem hatte praktisch keine Auswirkungen auf die Umwelt und erschwerte dadurch die polizeiliche Überwachung.

„Sie haben öffentliche Infrastruktur genutzt, um unentdeckt zu bleiben und keine Spuren zu hinterlassen. Ihre Hydroponik-Technologie hat unsere Überwachung praktisch nutzlos gemacht.”
Major A. Kottanyi, NOGAN Sondereinheit

Der Mangel an konkreten Spuren stellte nicht nur eine Herausforderung für die Sondereinheit dar, sondern könnte auch der Strafverfolgung einen Strich durch die Rechnung machen. Gemäß dem NOGAN-Protokoll ist traditionelle Landwirtschaft aufgrund ihrer verheerenden Auswirkungen auf das Klima und die Artenvielfalt untersagt. Ein Umstand der auf die Mi-Hy Methode nicht zutrifft wie deren Verteidigung argumentiert.

Stellen somit diese Aktivitäten überhaupt einen Rechtsverstoß dar?

„Die Anschuldigungen sind absurd! Meine Mandanten haben nichts Illegales getan! Im Gegenteil, wir werden aus dieser erfundenen Straftat eine multimillionenschweres Gemüsebusiness machen.”
Dr. Saul Gutman, Verteidiger in Strafsachen

In einer noch nie dagewesenen Aktion hat die NOGAN-Behörde sämtliche Mi-Hy Akten öffentlich zugänglich gemacht. Darunter befinden sich nicht nur schriftliche Dokumente sondern auch Erklärvideos, in denen detailliert beschrieben wird, wie man ein abwasserbetriebenes Hydroponiksystem aufbaut. Der zentrale Beweis, ein Kurzfilm mit dem Titel „NOGANIC“, lädt die Öffentlichkeit ein, die geheimnisvolle Welt der mikrobiellen Brennstoffzellen und der Hydroponik zu erkunden.

Hier kann man den Film ansehen: https://www.mi-hy.eu/noganic/

Die Realität hinter der Fiktion:

Das Wiener Unternehmen Biofaction schuf das dystopische NOGANIC-Universum als „Was-wäre-wenn“-Szenario, das in der nahen Zukunft spielt. Die Kulisse ist zwar fiktiv, die Wissenschaft jedoch real. Das Mi-Hy Projekt ist ein europäisches Forschungskonsortium unter der Leitung von Rachel Armstrong (KU Leuven). Es untersucht, wie mikrobielle Brennstoffzellen in Hydrokultursystemen Abwasser in Energie und Nährstoffe für Pflanzen umwandeln können. Dieser Kreislaufansatz stellt das lineare Modell der industriellen Landwirtschaft in Frage, indem er zeigt, wie Mikroorganismen Urin in Stickstoff für Pflanzen umwandeln und gleichzeitig Strom erzeugen können, um deren Wachstum anzutreiben.

Weitere Informationen und Anfragen bitte an: Rachel Armstrong, Professor of Regenerative Architecture, rachel.armstrong@kuleuven.be & Markus Schmidt, CEO Biofaction, schmidt@biofaction.com

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