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Deckenbacher: Lehrplanreform darf sich nicht im Klein-Klein verlieren

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“Die Lehrplanreform darf sich nicht im Klein-Klein verlieren. Wir bekennen uns dazu, dass die Stundentafeln und die Lehrpläne den Anforderungen der heutigen Gesellschaft und der modernen Arbeitswelt anzupassen sind. Das ist für uns nicht neu und war seit jeher unser Bestreben. Auch die Setzung wichtiger inhaltlicher Schwerpunkte wie Digitalisierung, Informatik oder Medienkompetenz unterstützen wir. Im Regierungsprogramm ist verankert, dass digitale und KI-Kompetenzen in den Lehrplänen aller Schulstufen betont und noch stärker mit Mathematik und exaktem Denken verknüpft werden. Künstliche Intelligenz kann nicht isoliert betrachtet werden. Eine KI kann mittlerweile Kunstwerke anfertigen, Musik kreieren, Texte schreiben, Gleichungen lösen und sogar eigenen Code programmieren. Eine Betrachtung von KI wäre vom Mathematik- bis zum Musikunterricht vorstellbar. Es stellt sich also durchaus die Frage, ob es sinnvoll ist, KI in einem gesonderten Unterrichtsfach zu behandeln, oder ob es nicht der bessere Ansatz wäre, die wichtige Aufklärung über Chancen, Risiken und die sichere Verwendung von KI in einen breiten Teil der Unterrichtsfächer zu integrieren”, betont die Nationalratsabgeordnete der Volkspartei Romana Deckenbacher.

“Gerade in Zeiten der KI und der Digitalisierung wird auch die humanistische Bildung an Bedeutung gewinnen und nicht verlieren. Die AHS ist diesbezüglich das Flaggschiff in unserem vielfältigen Schulsystem. Überdies muss weiterhin gewährleistet sein, dass in der AHS die Grundvoraussetzungen für jene Studienrichtungen vermittelt werden, die Grundkenntnisse in Form einer Mindestwochenstundenanzahl in Latein verlangen”, so Deckenbacher weiter, die abschließend ausführt: “Für uns ist die Einbeziehung der Schulpartner besonders wichtig. Nur in guter Zusammenarbeit und nach gewissenhafter interner Vorbereitung werden wir praktikable Lösungen finden. Diesen entscheidenden Bedingungen muss der Bundesminister aus unserer Sicht ein verstärktes Augenmerk schenken. Zudem muss weiterhin gewährleistet sein, dass Unterrichtsschwerpunkte nicht vom Ministerium festgelegt, sondern schulautonom festgelegt werden. Die Vielfalt des österreichischen Schulsystems ist eine Stärke, die uns auch in der Frage der Lehrplanreform gute Dienste erweisen kann.” (Schluss)

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