Künstliche Intelligenz: Mut statt Mythen
Künstliche Intelligenz ist da, weit verbreitet und braucht kompetente und kritische Nutzer:innen. 94% der befragten Kinder und Jugendlichen geben in der neuesten Saferinternet.at-Studie an, KI zu verwenden. „Deutlicher kann eine Zustimmung zu einem Werkzeug fast nicht sein
“, sagt Stefan Ebenberger, Generalsekretär der ISPA – Internet Service Providers Austria und fügt hinzu: „Umso wichtiger ist es, Mythen abzubauen und gerade bei jungen Menschen kompetente Anwendungskenntnisse aufzubauen
“. Die ISPA-Broschüre, herausgegeben zum Safer Internet Day am 10. Februar, bietet einen verständlichen und kritischen Zugang zur KI-Anwendung. Sie räumt mit gängigen KI-Mythen auf und soll dabei Unsicherheiten klären und zu einem reflektierten Umgang mit KI befähigen.
KI-Mythen aufklären
Rund um Künstliche Intelligenz kursieren zahlreiche Mythen und auch überzogene Erwartungen. „KI soll einerseits alle Probleme der Menschheit lösen können und gleichzeitig alle Arbeitsplätze wegnehmen. Beides höchst unwahrscheinlich
“, sagt Ebenberger. Die ISPA-Broschüre nimmt sich dieser und anderer weit verbreiteter KI- Mythen an und klärt auf, was KI leisten kann und wo die Grenzen des digitalen Werkzeugs liegen.
Beispielmythos:
Künstliche Intelligenz ist nichts Neues! KI ist weit älter als allgemein bekannt, denn die Technologie besteht in ihren Grundzügen bereits seit 1956. Auch im Alltag nutzen wir KI nicht erst seit dem bekannt werden von ChatGPT. Von Navigationssystemen bis zu Spam-Filtern über Filmempfehlungen begleitet Künstliche Intelligenz das digitale Leben bereits seit Jahrzehnten.
KI kompetent anwenden
Ein zentraler und leicht verständlicher Anwendungstipp in der ISPA-Broschüre ist die 5S Methode. Diese einfach anzuwendende Methode ist eine Hilfeleistung für die Erstellung von KI-Prompts. Sie bietet eine konkrete Orientierung für den praktischen Umgang mit LLMs (Large Language Models wie z. B. ChatGPT, Gemini, Mistral, etc.). ISPA will damit einen praxisnahen Zugang schaffen, der KI-Anwendung sicher und selbstbestimmt ermöglicht. „Insbesondere junge Menschen nutzen KI bereits in hohem Maße, deshalb ist es wichtig hier auf Bildung zu setzen
“, sagt Ebenberger. Die Ergebnisse der neuesten Saferinternet.at-Studie stützen diese Ansicht. So geben 53 % der Befragten 11- bis 17-jährigen an, sie würden gerne besser verstehen, wie KI funktioniert und über 66 % sehen in der Schule den zentralen Ort, um den Umgang mit KI zu lernen. Die Internetwirtschaft spricht sich dafür aus, KI in der Schule sowohl als Chance als auch als Lernfach zu begreifen. „Künstliche Intelligenz soll aktiv und fächerübergreifend in die Bildung integriert werden, sonst überlassen wir jungen Menschen ein System, das sie nutzen aber nicht verstehen
“, ergänzt Ebenberger.
Neue ISPA-Broschüre im Rahmen von Saferinternet.at
Die ISPA rät zur digitalen Kompetenzentwicklung und will mit der neuen Broschüre „KI: Mut statt Mythen“ einen Beitrag dazu leisten. Im Rahmen des Saferinternet.at-Projekts entstehen laufend Informationsmaterialien zu aktuellen Themen. Die neue Broschüre kann kostenlos heruntergeladen und als gedrucktes Exemplar bestellt werden: www.ispa.at/ki-mythen
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